DER DSCHUNGEL SOLL SINGEN (VANITY FAIR)

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Der Regisseur und Aktionskünstler inszeniert den „Fliegenden Holländer“ an der Oper von Manaus. Vanity Fair begleitete ihn

von Marc Fischer

„Wie heißt er?“, fragt Antonia mit dem blutigen Auge, vor 84 Jahren geboren in einem der Stelzenhausviertel am Rand von Manaus.
„Ich weiß nicht“, sagt Anesio mit dem schönen weißen Hemd, vor 72 Jahren geboren in einem Dorf am Rio Solimões.
„Shwingensiev?“
„Schlingensief“, sagt jemand. „Christoph Schlingensief. Er ist ein Regisseur aus Deutschland. Macht hier eine Oper.“
„Er ist verrückt“, sagt Antonia.
„Er hat das Fieber“, sagt Anesio.
„Oder beides“, sagt Antonia.

Dafür, was die beiden Laienschauspieler in den letzten 36 Stunden alles mitgemacht haben, ist es fast ein Wunder, dass die Erkenntnis so spät kommt – erst auf diesem Amazonasdampfer, auf dem sie zusammen mit dem irren Deutschen und 60, 70 anderen Leuten nun den schwarzwässrigen Nebenfluss Rio Negro hochfahren, in Richtung eines Dorfes, das mal ein Gefängnis war, das mal eine Leprakolonie war, die mal ein Kloster war. Oder irgendwas in der Art, denn viel genauer hatte sich der Deutsche nicht ausgedrückt. Auch was dort passieren würde, wussten sie nicht. Nur, dass er heute noch „den Dschungel singen lassen“ wolle, hatte dieser Shwingensiev/Schlingensief gesagt. „Und später vielleicht noch den Amazonas: Ach, lieber Südwind, blas noch mehr!“

Soso, dachte Anesio da: Südwind! Aha. Und Antonia dachte offensichtlich dasselbe.
Sie hätten die Lage natürlich früher erkennen können. Anzeichen gab es genug: Der Deutsche sah ganz und gar verrückt aus mit seinen links und rechts vom Kopf abstehenden Haaren; dazu schwitzte er stark und trank nicht im Ansatz genug Wasser, um seinen Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Das ist die Lebensregel Nummer eins in den Tropen, weiß normalerweise selbst der größte Gringo-Dummkopf. Er musste also tatsächlich von einer Dengue-Mücke gestochen worden sein, wie auf Deck gemurmelt wurde. Oder, auch das wäre möglich: Es lag an den Geistern. Den Flussgeistern unter ihnen. Die gibt es nämlich. Es gibt Feen so stark wie Bodybuilder im Amazonas, Monsterfrösche und rosa Delfine, Botos, die sich nachts in Männer in weißen Anzügen verwandeln (Dandys also), an Land gehen, Frauen schwängern und wieder abhauen.

Geister und Magie würden auch erklären, was Anesio und Antonia seit gestern erlebt haben: Warum der Deutsche sie mit einer Zwergin im Hochzeitskleid und einem Mann mit einer Frauenperücke auf dem Kopf tanzen ließ, während er die Szene mit einer Kurbelkamera drehte. Oder warum er ein völlig unbeschädigtes Buch mit Motoröl beschmierte, es halb zerriss, und Antonia sagte, sie solle ihren guten alten faltigen Runzelfuß darauf stellen. Ein Ritual? Ein seltsamer Fetisch? Altdeutsche Mystik? Ganz und gar nicht: Eine „Referenz an Man Ray“ sei das, meinte der Irre. Zwischendurch hüpften dazu immer wieder der Mann mit der Perücke und die Zwergin durchs Bild. Der Mann hieß Klaus, die Zwergin Karin.

Nicht, dass hier sonst keine seltsamen Dinge geschähen, aber das war dann doch ein wenig viel Irrsinn auf einmal, selbst für Manaus, diese 1,6-Millionen-Stadt mitten im brasilianischen Regenwald, in die du immer noch nur mit dem Flugzeug oder dem Boot kommst, weil eine Straße oder Eisenbahntrasse gegen den Dschungel keine Chance hat. Hier, wo die Luft so feucht ist, dass du eine Salzspur auf dem Boden hinterlässt, wenn du kurz in die Sonne gehst, der du nur entkommst, wenn du dich bei Aircondition im Zimmer einschließt und nie wieder rausgehst. Hier also, in diesem Ort, der zwar ab und zu von Leuten aus dem 21. Jahrhundert besucht wird, aber immer noch ganz und gar nicht so wirkt, als hätte er was mit der Welt von heute zu tun. Eher hat Manaus was von einem Luxuswagen, den vor hundert Jahren mal kurz jeder haben wollte, bis er kaputtging, und der seitdem nicht wieder angefasst wurde. Wie „Christine“, dieses Teufelsauto von Stephen King.

Ein bisschen ist es auch tatsächlich so: Ende des 19. Jahrhunderts war die Stadt ein Eldorado, ein Glücksritterparadies. Von überall her kamen die Leute, um den Kautschuk aus den Bäumen zu pressen, die in den Riesenurwäldern Amazoniens wuchsen. Gerade hatte jemand das Auto erfunden, Gummireifen wurde gebraucht, und für Gummi brauchtest du Kautschuk. Unvorstellbar schnell unvorstellbar reich konntest du werden, wie beim Internet ganz zu Anfang – doch als ein paar Jahre später ein Engländer die Kautschuksamen nach Indien schmuggelte und dort Plantagen angelegt wurden, verfiel zuerst das Monopol, dann der Kilopreis und dann Manaus. Nur ein einziges Bauwerk erinnert heute noch an die Tropenperle, die der Ort früher mal war. Eine Oper.

Mitten in der Stadt erhebt sie sich aus der bröckligen Skyline, erhaben, stolz, ein wenig protzig auch mit ihrer Kuppel, wie eine Neureiche, die etwas zu viele Perlen am Dekolleté hat. So sehr war während des Booms das Geld geflossen, dass Gouverneur und Parlament sich fast schuldig gefühlt hatten für den Reichtum und der Stadt das Teatro Amazonas schenkten, um Kunst und Kultur in den Dschungel zu holen. Verdi, Rossini, Mozart wollten sie aufführen, doch mit dem Niedergang der Wirtschaft verfiel schnell auch das Teatro. Ratten und Mäuse liefen jahrzehntelang über das zweifarbige Teakparkett und knabberten die 700 Samtsessel an. Bis 1997 der schlaue Kultursekretär Robério Braga kam, um das Haus mit einem jährlichen Opernfestival wieder in Betrieb zu nehmen – und ein bisschen berühmt damit zu machen, dass der Dirigent Luiz Fernando Malheiro hier 2005 Wagners komplette Ring-Tetralogie aufgeführt hat. Da war Manaus sogar Titelthema der „New York Times“.

Und dieses Jahr, am 22. und 25. April, soll nun Christoph Schlingensief Richard Wagners „Fliegenden Holländer“ im Teatro aufführen!
Der irre Deutsche aus Oberhausen, bekannt durch den Film „Das deutsche Kettensägenmassaker“, die Aktion „Tötet Helmut Kohl!“, die Partei Chance 2000, viel lustigen Quatsch an der Berliner Volksbühne und den „Parsifal“ in Bayreuth. Er inszeniert den irren Deutschen aus Leipzig, bekannt durch die Werke „Tristan und Isolde“, „Lohengrin“, „Götterdämmerung“, den Antisemitismus-Bestseller „Das Judenthum in der Musik“, die Frauen Minna und Cosima, das Haus Wahnfried. Und wer sieht, wie der verschwitzte Schlingensief mit seinen Sängern, Musikern und Schauspielern hier an Bord dieses alten Schiffes den Rio Negro raufschippert, um Bilder und Filmmaterial für die Drehbühne zu sammeln, die er für seinen „Holländer“ im Teatro aufbauen wird, muss an zwei weitere irre Deutsche denken: den Regisseur Werner Herzog und den Schauspieler Klaus Kinski, die hier vor 25 Jahren „Fitzcarraldo“ drehten – den Film über einen Opernfanatiker, der sein Schiff von „Nacktarsch-Indianern“ über einen Berg ziehen lässt, um an den Kautschuk zu kommen, der ihm den Bau eines Opernhauses finanzieren soll.

Dengue-Fieber und Pflanzen, die im Ohr wachsen

Die Geschichte von Herzogs Katastrophen-Dreharbeiten ist fast noch berühmter als der Film selbst: Mehrfach brach damals die Finanzierung zusammen; diverse Schauspieler sprangen ab oder wurden krank; der Kameramann spaltete sich beim Drehen die Hand; ein paar der Indianer verletzten sich oder wurden von Giftschlangen gebissen, sogar von Toten wurde geredet und einem Fluch, der auf der Produktion gelegen hätte; dazu stritten sich Herzog und Kinski so sehr, dass Herzog Kinski drohte, ihn zu erschießen, falls er keine Ruhe gebe.

Die Geister des Flusses, ewig unruhig, ewig an der Arbeit, auch heute, auch jetzt? Möglich, denn auch für Schlingensief lief in den zwei Monaten, die er nun hier ist, nicht gerade alles glatt: Nach seinem ersten Ausflug in den Dschungel kam er mit einem Jucken im Ohr zurück, das sich erst im Krankenhaus als eine Pflanze herausstellte, die in seinem Gehörgang genistet hatte und ein Baum werden wollte, ein Kautschuk-Schlingensief. Vor ein paar Tagen fiel seine Freundin Aino, die sämtliche Kostüme für den „Holländer“ entworfen hat, auf der Straße plötzlich in Ohnmacht, und bis eben rannte einer der Assistenten mit einer offenen Kopfwunde herum. Ein anderer verbrannte sich beim Feuerwerk die Finger. Und ob es wirklich eine Dengue-Mücke war oder doch nur eine Aircondition-Grippe, die Schlingensief vor ein paar Tagen Fieberschübe und Gliederschmerzen bescherte, ist noch nicht vollständig geklärt. Jedenfalls wird er auch die nächsten Tage jeden Morgen eine Antibiotikaspritze in den Hintern gerammt bekommen.
Außerdem macht Schlingensief sich Sorgen um seine Augen.
„Da sind Ablagerungen auf dem Sehnerv, die mein Gesichtsfeld einschränken. Familienkrankheit.“
„Werden Sie blind?“
„Keine Ahnung. Mein Vater sah irgendwann kaum noch was. Es gibt aber auch Ärzte, die sagen, dass es irgendwann wieder besser wird. Mit 80 oder so.“

Es ist eine fremde, seltsame Welt, auf die man sich einlässt, wenn man das Amazonasgebiet betritt. Besonders jetzt, zur Regenzeit, wo sich der Himmel morgens und abends mit schweren Wolken vollsaugt. Für ein Stück wie den „Fliegenden Holländer“, in dem es um Fluch, Tod und Erlösung geht, ist das natürlich perfekt. Das Wasser, der Fluss, die gammeligen Boote am alten Hafen von Manaus mit ihren Besatzungen, einer Menschenmischung aus Indianern, Spaniern, Portugiesen, Holländern und Afrikanern – ein besseres Bilder-Setting hätte sich Schlingensief gar nicht ausdenken können.

Der Boto, der schwängernde Menschendelfin aus dem Amazonas – ist er nicht ein Vampir ganz wie der Holländer, der immer auf der Suche nach einer Frau ist, die ihn treu liebt bis in den Tod, sich also für ihn umbringen würde? Und Senta, die ihn erlösen wird – ist sie nicht zu gleichen Teilen Satanistin, die sich dem Teufel verschrieben hat, wie auch Heilige, seit jeher verliebt in ein Bild? Aus Gedanken dieser Art, seinen Erfahrungen mit Einäugigen, Schamanen und Madonna- bzw. Nina-Hagen-Darstellerinnen aus den Manauser Altstadtbars „Do Armando“ und „5 Estrelas“, Man Rays Film „Der Seestern“ (1928) und ungefähr 1263849444484 weiteren Assoziationen, die auf die Bühne des Teatro projiziert werden, wird Schlingensief seinen „Holländer“ montieren. Aus dem Leben und der Kunst also, so, wie’s sein sollte.

Schlingensief ist ähnlich heimatlos wie Wagners Kapitän

Man muss allerdings auch ein bisschen aufpassen in den Tropen. Das Klima ist nicht ganz ungefährlich. Die Hitze umschlingt dich und sickert ein. Der Körper wird langsamer, der Geist unruhiger.
Impressionen, Halluzinationen, Komplikationen entstehen im Kopf. Nichtstoffliches (Licht, Wolken, Himmel) wird stärker, Stoffliches (Holz, Beton, Menschen) wird morscher. Wunden heilen langsamer, Tote und Geister bleiben länger da. Oder kommen zurück und setzen sich neben dich.

Vor ein paar Wochen ist Schlingensiefs Vater gestorben. Zur Beerdigung unterbrach er die Proben und Filmarbeiten und flog nach Hause, aber mit der Beerdigung ist der Tod ja nur in den seltensten Fällen erledigt. Meist geht es danach erst los mit den Fragen, die man dem Toten und sich selber stellt. In dieser Phase ist Schlingensief gerade. „Die Wurzeln sind ein bisschen angeschlagen.“

Die Wohnung in Berlin hat er gekündigt; und sollte er irgendwann in den nächsten Monaten nach Deutschland zurückkommen, will er erst mal wieder im Wohnmobil leben, wie früher. Man mag es kaum hinschreiben, weil die Analogie so offensichtlich ist, aber: Ja, im Augenblick ist Schlingensief ähnlich hafen- und heimatlos wie Wagners Kapitän. Und darum ab und zu etwas traurig in den Tropen.
Zum Glück hat er seine Truppe. Sie ist toll. Schlingensief-Truppen sind oft toll. Sie können anstrengend sein, wenn sie dir von der Bühne aus ins Gesicht springen, aber sie sind doch fast immer recht interessante Menschenclubs: der dicke Malheiro, der an Bord die ganze Zeit nur Wagner auf dem Discman hört; die Halbjapanerin und -brasilianerin Eiko Senda, die die Senta singt; der gewaltige US-Amerikaner Stephen Bronk, der den Daland macht; zwei Samba-Mädchen; das Orchester des Teatro; der Männerchor aus Manaus; Antonia und Anesio und die anderen Komparsen.

Auch Schlingensiefs deutsche Musen sind da: der ehemalige Kerzenwachszieher Klaus Beyer (54), selbsternannter fünfter Beatle („Hauptmann Pfeffers einsamer Herzenclub“) und Super-8-Film-Regisseur. Im „Holländer“ spielt er eine Mischung aus Caspar, dem freundlichen Geist, Jonathan Meese und Klaus Kinski in „Aguirre, der Zorn Gottes“. Und Karin Witt aus Hamburg-Lokstedt (64), Beisitzerin im Landesverband kleinwüchsiger Menschen Hamburg/Schleswig-Holstein (alle ab 18, bis zu 1,50 m), auch schon in Schlingensiefs „Kaprow City“ und bei „African Twin Towers“ dabei.

Redet man mit Klaus & Karin, die immer als Duo auftreten, haben die Tropen auf einmal gar nichts Trauriges mehr.
„Wie war’s neulich im Regenwald, Klaus?“
„Toll!“
„Tiere gesehen?“
„Ja, da war ein Faultier und im Baum ein Affe, den man nicht gesehen hat.“
„Wen oder was spielen Sie im ‚Fliegenden Holländer‘, Karin?“
„Ich bin eine Frau aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert.“
„Haben Sie auch einen Regenwaldtrip gemacht?“
„Nein, ich habe Piranhas geangelt.“
„Vermissen Sie irgendwas aus Deutschland, Klaus?“
„Frische Milch.“
„Und Sie, Karin?“
„Schwarzbrot.“

Da legt das Boot auch schon an, und alle – Schlingensief, Malheiro, die Senta, der Daland, der Klaus, die Karin und die anderen – gehen über eine kleine, wacklige Holzbrücke an Land in den Dschungel, wie die ersten Menschen. Oder die letzten, ganz nach Wunsch.
„Schön mit Mückenschutz eingecremt, Klaus?“
„Ja, Christoph.“
„Auch am Arsch?“
„Natürlich!“
„Dann ist’s gut.“

Osama Bin Laden hängt neben einer Riesenspinne

Von der ehemaligen Mission Paricatuba ist nicht mehr viel übrig. Farne und Schlingpflanzen fressen das Gemäuer, das nach dem Abzug der Priester als Krankenhaus und Gefängnis diente. Nur wenig Licht fällt durch die Bäume auf die Anlage. Knapp hundert Menschen leben hier vielleicht noch. Und Osama bin Laden. Als hübsch gemaltes Bild hängt er neben einer Riesenspinne in einem der Ruinenräume. Hierhin ist er also geflohen, der alte Racker. Und dann, während das Orchester noch seine Instrumente aufbaut und die Kamerafrau Locations sucht, singt auf einmal der Dschungel. Er singt mit der Stimme des Daland die Arie des Holländers: „Wann dröhnt er, der Vernichtungsschlag, mit dem die Welt zusammenkracht?“

Es ist düster, verwirrend und ganz und gar magisch, das hier zu hören, aber irgendwie passt es. Es passt zu Schlingensief, den Schlingpflanzen, Flussgeistern, Dandy-Delfinen, Dengue-Mücken und zu Osama bin Laden. Vielleicht passt es sogar zum iranischen Atomprogramm und zur Gesamtsituation der Weltlage, auch wenn die sich jeden Tag zu ändern scheint. Oder immer dieselbe bleibt, manchmal weiß man es ja nicht. Man weiß nur, dass die Welt durch Musik erträglicher wird: durch Männerchöre, die „Hojohe!“ rufen; durch Frauenchöre, die „Brumm! Summ!“ singen; durch ein Orchester, das, so wie jetzt, als alles aufgebaut und gestimmt ist, die grandiose Ouvertüre des „Holländers“ durch den Regenwald pustet.

„Fitzcarraldo“ ist angekommen. In Gestalt des fliegenden Schlingensiefs hat er’s endlich geschafft. Die Oper ist im Dschungel. Und weil das so ein schöner Irrsinn ist – einer des Lebens, nicht des Todes –, schweigen nun auch die Geister und sind ganz Musik.
„Wie heißt er? Shwingensiev?“, fragt die alte Antonia mit dem blutigen Auge, während sie dem Deutschen zusieht, wie er tanzt und filmt und springt und hüpft.
„Schlingensief“, sagt der alte Anesio mit dem schönen weißen Hemd.
„Er ist verrückt“, sagt Antonia.
„Er hat das Fieber“, sagt Anesio.
„Oder beides“, sagt Antonia und lächelt, bevor der Regen kommt. 

Marc Fischer / VANITY FAIR