{"id":85,"date":"2006-01-18T11:05:49","date_gmt":"2006-01-18T09:05:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=85"},"modified":"2006-01-18T11:05:49","modified_gmt":"2006-01-18T09:05:49","slug":"der-letzte-kunstler-falter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=85","title":{"rendered":"Der letzte K\u00fcnstler (FALTER)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"15\" border=\"0\"\/><br \/>\n<em>Autor Wolfgang Kralicek<\/em><br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"15\" border=\"0\"\/><br \/>\nDer Dramaturg Joachim Lux sitzt in seinem Burgtheaterb\u00fcro und freut sich, dass unten auf der B\u00fchne das Chaos regiert. Der deutsche Regisseur Christoph Schlingensief bereitet gerade seine aktuelle Produktion vor, und eine Woche vor der ersten Vorstellung ist bisher nur klar, dass nichts klar ist. Immerhin hat man sich inzwischen auf einen Titel geeinigt. Das urspr\u00fcnglich als \u201eSadochrist Matth\u00e4us\u201c angek\u00fcndigte Projekt hie\u00df zwischenzeitlich \u201eArea 7\u201c beziehungsweise \u201e431. animatographische Expedition\u201c, die endg\u00fcltige Version lautet jetzt \u201eArea 7 \u2013 Matth\u00e4usexpedition\u201c. W\u00e4re es nach Schlingensief gegangen, der Titel w\u00e4re seit dieser Entscheidung noch drei Mal ge\u00e4ndert worden. \u201eIm Sinne des Projekts w\u00e4r\u2019s auch richtig, jeden Tag einen neuen Titel rauszugeben\u201c, meint Lux. Aber auch so ist alles schon kompliziert genug.<\/p>\n<p>\u201eDas ist weniger als alles, was wir bisher gemacht haben, eine Theaterauff\u00fchrung\u201c, schw\u00e4rmt der Dramaturg. \u201eSo etwas hat\u2019s hier noch nicht gegeben!\u201c Der Schauspieler Martin Schwab \u00e4u\u00dferte sich in einem Presse-Interview weniger angetan: \u201eSchlingensief ist ein wichtiger Ideenspender. Aber er kann ebenso gut in einer Halle oder in einem Container auftreten. Und wir k\u00f6nnten in dieser Zeit im Burgtheater etwas anderes machen.\u201c Haben Aktionisten wie Hermann Nitsch, der im Burgtheater unl\u00e4ngst einen Stier ausweiden durfte, oder Schlingensief hier nichts verloren? Irrtum, meint Joachim Lux: \u201eGerade eine Institution wie das Burgtheater muss seine Mechanismen immer wieder infrage stellen. Wenn es das nicht tut, ist es k\u00fcnstlerisch tot. Und dieses Projekt stellt wirklich alles infrage: Hier gibt es nicht nur keine Proben im landl\u00e4ufigen Sinne, es gibt auch keine ,Premiere\u2018 und also auch keine ,Folgevorstellungen\u2018, sondern eine Art Organismus, der wie ein Meteor in unser Theater eingeschlagen hat und sich ohne R\u00fccksicht auf Konventionen st\u00e4ndig selbst ver\u00e4ndert. Dagegen war ,Bambiland\u2018 ein normaler Theaterabend!\u201c<\/p>\n<p>Im Dezember 2003 hatte Christoph Schlingensief mit der Urauff\u00fchrung von Elfriede Jelineks \u201eBambiland\u201c \u2013 einem Text zum Irakkrieg \u2013 sein Burgtheaterdeb\u00fct gegeben. Es handelte sich unter anderem deshalb um eine unkonventionelle Urauff\u00fchrung, weil von Jelineks Text nur noch Spurenelemente \u00fcbrig geblieben waren. Stattdessen ergoss sich eine Flut von Bildern \u2013 vom Pornofilm bis zur Fronleichnamsprozession \u2013 \u00fcber die B\u00fchne, die zugleich Filmleinwand war. Die Autorin reagierte auf diese Zumutung nicht etwa beleidigt, sondern begeistert: Schlingensief hatte ihre Collagetechnik von der Literatur ins Theater \u00fcbersetzt, Jelinek f\u00fchlte sich verstanden.<\/p>\n<p><strong>Sammlung Schlingensief<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Jahre nach \u201eBambiland\u201c ist Schlingensief wieder am Burgtheater engagiert. In der Zwischenzeit hat er in Bayreuth \u201eParsifal\u201c inszeniert, eine Drehb\u00fchnenkonstruktion namens \u201eAnimatograph\u201c entwickelt und in Namibia einen Film gedreht. Videos und Versatzst\u00fccke aus all diesen Projekten flie\u00dfen in die aktuelle Burgtheaterarbeit ein. Ein Probenbesuch best\u00e4tigt, dass \u201eArea 7\u201c mit einer Theaterauff\u00fchrung tats\u00e4chlich wenig zu tun hat: B\u00fchne und Parkett des Theaters sind mit einem Labyrinth aus lauter kleinen R\u00e4umen verbaut, das man wie ein Museum (\u201eSammlung Schlingensief\u201c) durchwandert; das Publikum wird in Kleingruppen durch den Parcours gejagt.<\/p>\n<p>Hektisch f\u00fchrt Schlingensief ein paar Reporter durch die Installation. Auf einer kleinen Drehb\u00fchne kommen die nordische Sagenwelt und die Mythen des Burgtheaters zusammen; es gibt ein \u201eKriegerdenkmal\u201c f\u00fcr Joseph Beuys und ein \u201eUrklo\u201c, in dem die sogenannte \u201eSchei\u00dfgeschwindigkeit\u201c gemessen wird (\u201e300.000 Kilometer in der Sekunde \u2013 Lichtgeschwindigkeit ist Schei\u00dfe!\u201c); in einer kleinen Kapelle liest Elfriede Jelinek im Video einen Text, den sie f\u00fcr Schlingensief geschrieben hat; in der \u201eIonendusche\u201c thematisiert der K\u00fcnstler die Frage, warum wir Teile der Stratosph\u00e4re noch messen k\u00f6nnen, obwohl sie eigentlich schon tot sind. \u201eDas soll mir mal einer erkl\u00e4ren!\u201c<\/p>\n<p>Die Reporter kapieren nichts, aber das haben sie mit den Schauspielern gemeinsam, die alle etwas ratlos herumlungern. Das illustre Ensemble \u2013 unter anderem sind Fassbinder-Diva Irm Hermann, Jungstar Robert Stadlober (\u201eCrazy\u201c), Beatles-\u00dcbersetzer Klaus Beyer und Bernhard Sch\u00fctz von der Berliner Volksb\u00fchne dabei \u2013 wird sich wohl mit Statistenrollen begn\u00fcgen m\u00fcssen. Burgschauspieler Hermann Scheidleder ist als Hermann Nitsch verkleidet und beobachtet mit vor dem Bauch verschr\u00e4nkten H\u00e4nden das Geschehen. Als Falter-Fotograf Heribert Corn ihn gemeinsam mit Schlingensief fotografieren m\u00f6chte, ruft der Regisseur einen anderen prominenten K\u00fcnstler herbei: \u201eJonathan! Wo ist Jonathan Meese?\u201c Aber der ist schon in der Garderobe, und wir werden nie erfahren, ob Schlingensief den echten Jonathan Meese gerufen hat oder nur einen Schauspieler, der Meese darstellt.<\/p>\n<p><strong>Alles dreht sich<\/strong><\/p>\n<p>Der gelernte Filmemacher Schlingensief, der seit 1993 haupts\u00e4chlich im Theater arbeitet, hat seiner Arbeit ein neues Feld er\u00f6ffnet: die bildende Kunst. \u201eDass ich kein Theater mache, habe ich mir ohnedies st\u00e4ndig anh\u00f6ren m\u00fcssen\u201c, sagt Schlingensief in einem kurzen Interview nach der Probe. \u201eUnd ich habe gemerkt, dass mich diese Form ,Der Vorhang geht auf und ich spiele was vor\u2018 im Moment nicht so interessiert. Ich mag auch nicht mehr hingehen und ,Meine Eltern! Meine Eltern! Meine Eltern!\u2018 schreien. Ich glaube schon, dass das, was ich hier mache, politisch ist, aber eben nicht mehr im Sinn der Partei oder des Containers.\u201c Die Burgtheater-Installation wirkt wie ein fantastisches Privatuniversum und viel hermetischer als fr\u00fchere, zum Teil sehr direkt-agitatorische Arbeiten Schlingensiefs; dass aktuelle Ereignisse nicht verwurstet werden, wundert ihn selbst ein bisschen. \u201eSusanne Osthoff zum Beispiel, die h\u00e4tte ich fr\u00fcher mit Kusshand genommen!\u201c<\/p>\n<p>Fr\u00fcher hatte Schlingensief den K\u00fcnstler nur gespielt; in \u201eBambiland\u201c etwa trat er als Aktionist in Erscheinung, der vor den kritischen Augen seiner Mutter (\u201ejetzt kommst du mit der Kettens\u00e4ge, das ist uralt!\u201c) das Mobiliar zertr\u00fcmmerte. Mittlerweile werden seine Performances auch von Kunstinstitutionen finanziert, und seit drei Jahren steht er bei einer der renommiertesten Galerien Europas, Hauser &#038; Wirth in Z\u00fcrich, unter Vertrag. \u201eWir sind schon lange fasziniert von seiner Arbeit\u201c, sagt sein Galerist Marc Payot \u00fcber den K\u00fcnstler Schlingensief. \u201eDer gesamtheitliche Ansatz seiner Arbeit, diese Aneignung kunstgeschichtlicher und politischer Aspekte, das entspricht genau dem, wie wir arbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Der 45-j\u00e4hrige Schlingensief, der sich explizit auf Ikonen wie den deutschen Kunstschamanen Joseph Beuys (1921\u20131986) oder den Schweizer Fluxusk\u00fcnstler Dieter Roth (1930\u20131998) beruft, wirkt immer st\u00e4rker wie ein Wiederg\u00e4nger des eigentlich l\u00e4ngst ausgestorbenen Typus Universalk\u00fcnstler. Egal, ob er eine Partei (Chance 2000) oder eine Religion (Church of Fear) gr\u00fcndet: Alles, was Schlingensief angreift, wird Kunst. Mit seinen gro\u00dfen Vorbildern aus den Sixties teilt er auch den Dilettantismusverdacht, unter dem seine Arbeit steht. \u201eIch hab immer das Gef\u00fchl, man muss das erst mal so dilettantisch hinkriegen wie ich. Ich kenne Operndirektoren, die wissen schon jetzt, was sie 2012 spielen \u2013 das ist f\u00fcr mich dilettantisch!\u201c<\/p>\n<p>Ausgerechnet sein Operndeb\u00fct in Bayreuth, wo er 2004 \u201eParsifal\u201c inszenierte, ebnete Schlingensief den Weg in die Kunstwelt. Erstens hat ihn das Engagement bei den ber\u00fchmten Wagner-Festspielen international bekannter gemacht; zweitens gilt die \u201eParsifal\u201c- Inszenierung, in der die Drehb\u00fchne praktisch ununterbrochen rotierte, als Keimzelle f\u00fcr sein j\u00fcngstes Steckenpferd, den sogenannten \u201eAnimatographen\u201c. Es handelt sich dabei um eine mit Objekten angef\u00fcllte und mit Leinw\u00e4nden umspannte Drehb\u00fchne, auf die Filme projiziert werden. Wer sich auf dem Animatographen befindet, sieht einen Film, der sich \u2013 das Ding rotiert ja \u2013 sozusagen von selbst schneidet.<\/p>\n<p>\u201eZum Raum wird hier die Zeit!\u201c, schw\u00e4rmt der Wagnerianer Schlingensief \u00fcber seine Erfindung, in der Film, Theater und Kunst eine Symbiose eingehen. Zum ersten Mal gelangte der Animatograph vergangenen Mai in Island zum Einsatz (eine verkleinerte Version davon ist jetzt auch Teil der Burgtheater-Installation), ein zweiter Animatograph stand im Sommer auf einem ehemaligen DDR- Milit\u00e4rflughafen in Neuhardenberg bei Berlin (davon sind im Burgtheater Videos zu sehen). Das erste Objekt befindet sich im Besitz von Francesca Habsburgs Thyssen-Bornemisza-Stiftung, das zweite wurde an einen Hamburger Gro\u00dfsammler verkauft und wird ab M\u00e4rz in einem Leipziger Museum zu besichtigen sein. Der dritte Animatograph wurde im Herbst in Area 7, einer Slumsiedlung in Namibia, aufgebaut.<\/p>\n<p><strong>Fitzcarraldo in Afrika<\/strong><\/p>\n<p>In \u201eBambiland\u201c geisterte Schlingensief als Kreuzung aus Messias (\u201emeine L\u00f6sung hei\u00dft Erl\u00f6sung!\u201c) und Fitzcarraldo (\u201eich will eine eigene Oper bauen!\u201c) durch die Inszenierung. Zwei Jahre sp\u00e4ter hat er zumindest die Fitzcarraldo-Fantasie ausgelebt. In Werner Herzogs Film l\u00e4sst ein von Klaus Kinski dargestellter Opernfreak in S\u00fcdamerika ein Schiff \u00fcber einen Berg schleppen; Schlingensief hat ihm das jetzt in Afrika nachgemacht. Im vergangenen Oktober reiste der Regisseur nach Namibia, um dort \u2013 acht Jahre nach \u201eDie 120 Tage von Bottrop\u201c \u2013 endlich wieder einen Spielfilm zu drehen. \u201eAfrican Twin Towers\u201c war urspr\u00fcnglich als Satire geplant, in der Schlingensief sein Bayreuth- Trauma aufarbeiten wollte. Der Plot: Ein provokanter Regisseur wird von der Komponistenfamilie Bach beauftragt, in Afrika die ersten Bach- Festspiele auszurichten; stattdessen inszeniert er mit den Einheimischen ein St\u00fcck \u00fcber den 11. September.<\/p>\n<p>Das Konzept klingt nicht unwitzig, wurde aber noch vor Drehbeginn verworfen. Das Problem besteht nun darin, dass es nie wirklich durch ein anderes Konzept ersetzt wurde. Im Rahmen eines am vergangenen Wochenende im Kasino angesetzten \u201eInfoabends\u201c berichteten Schlingensiefs Produzent Frieder Schlaich und der Standard- Kulturredakteur Claus Philipp, der an einem Buch \u00fcber Schlingensief arbeitet, von den chaotischen Dreharbeiten in Namibia. Der Regisseur befand sich in einer permanenten Schaffenskrise und reagierte auf alle Versuche, System in die Sache zu bringen, allergisch. \u201eChristoph wollte endlich einen Film drehen, der keinen Anfang und kein Ende hat\u201c, erz\u00e4hlt Philipp. Zumindest das scheint gelungen zu sein: In drei Wochen sind rund 300 Stunden Filmmaterial entstanden, und niemand kann sich vorstellen, wie daraus ein Film werden soll.<\/p>\n<p>Immerhin hat das Projekt \u201eAfrican Twin Towers\u201c haufenweise Material f\u00fcr die Burgtheateraktion \u201eArea 7\u201c geliefert. Im Zentrum der Installation steht der afrikanische Animatograph mit dem acht Meter langen Schiff, das Schlingensief vom Strand in die Slumsiedlung schleppen hatte lassen (wobei im Unterschied zu Fitzcarraldo auch Autos und Kr\u00e4ne im Spiel waren). Auf der DVD, die dem Programmheft zu \u201eArea 7\u201c beiliegt, sind Bilder von den Dreharbeiten und Interviews mit Beteiligten zu sehen, unter anderem mit Patti Smith. Die New Yorker Punklegende war von der Zeit vorigen Sommer eingeladen worden, \u00fcber Bayreuth zu berichten, und \u201eParsifal\u201c hat sie derma\u00dfen begeistert, dass sie Schlingensief seither \u00fcberallhin nachreist \u2013 auch im Burgtheater wird sie dabei sein. In Namibia begleitete Patti Smith die Dreharbeiten mit einer antiken Polaroidkamera. Der Animatograph erinnerte sie an die Laterna Magica in ihrem Kinderzimmer. \u201eIch bin hier nur zu Besuch\u201c, sagt sie auf der DVD. \u201eIch wei\u00df nicht einmal genau, was ihr hier macht. Aber ich glaube daran!\u201c<\/p>\n<p>Demn\u00e4chst wird Schlingensief am Nationaltheater Reykjavik inszenieren, was ihn vor allem deshalb reizt, weil er die Sprache nicht versteht. \u201eBei deutschen Schauspielern kriege ich immer so ein Kribbeln!\u201c Die n\u00e4chsten Animatographen sollen in Nepal und Brasilien zum Einsatz kommen. \u201eVielleicht sind dann nur noch Tiere anwesend, ich wei\u00df es nicht.\u201c Christoph Schlingensief hat eine Vision: Irgendwann stehen irgendwo 120 Animatographen herum. \u201eUnd was irgendjemand damit wollte, ist dann nicht mehr die Frage.\u201c Dass es so weit kommt, ist allerdings unwahrscheinlich: Zum System Schlingensief geh\u00f6rt die st\u00e4ndige Erneuerung, und der Regisseur\/K\u00fcnstler\/Aktionist wird wohl bald auch am Animatographen die Lust verlieren. Eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter ist das kreative Perpetuum mobile Christoph Schlingensief mit Schei\u00dfgeschwindigkeit wieder unterwegs zu neuen Taten.<\/p>\n<p>Falter 03\/2006 vom 18.1.2006<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Jahre nach \u201eBambiland\u201c arbeitet Christoph Schlingensief wieder am Burgtheater. 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