{"id":595,"date":"2010-07-04T16:52:18","date_gmt":"2010-07-04T14:52:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=595"},"modified":"2010-07-04T16:52:18","modified_gmt":"2010-07-04T14:52:18","slug":"mea-culpa-beim-hamburger-theaterfestival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=595","title":{"rendered":"MEA CULPA BEIM HAMBURGER THEATERFESTIVAL"},"content":{"rendered":"<p><strong>Christoph Schlingensiefs ReadyMadeOper am So., 24. Oktober 2010, 19:30 Uhr + Mo., 25. Oktober 2010, 19:00 Uhr im Deutschen Schauspielhaus Hamburg<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/wp-content\/photos\/1700_meaculpa_11.jpg\" width=\"450\" height=\"298\" alt=\"Mea Culpa\" class=\"centered\" \/><\/p>\n<p>In Mea culpa setzt sich Christoph Schlingensief auf optimistische Weise mit seiner Krebserkrankung auseinander und bricht damit das Schweigen \u00fcber Sterben und Tod. Mea culpa ist nicht Requiem, sondern Auferstehungsfeier &#8211; heiter, zusammengesetzt aus Versatzst\u00fccken aus Film, Text und Musik. Die Produktion zeigt das ganze Spektrum des k\u00fcnstlerischen Wirkens Schlingensiefs. Offen und keineswegs versch\u00e4mt bedient er sich f\u00fcr seine Oper bei Elfriede Jelinek, Johann Wolfgang Goethe, Joseph Beuys, Friedrich Nietzsche, J\u00f6rg Immendorf, Arnold Sch\u00f6nberg, Richard Wagner, Emmerich K\u00e1lm\u00e1n u.v.a.<\/p>\n<p>Neben sich versammelt Schlingensief ein gro\u00dfartiges Ensemble mit K\u00fcnstlern wie Fritzi Haberlandt, Irm Hermann, Margit Carstensen und Joachim Meyerhoff. Zusammen feiern sie ein opulentes, rauschhaftes B\u00fchnenfest. Mea culpa konfrontiert das Publikum nicht nur mit Schlingensiefs Krankheit, sondern auch mit den Erinnerungen an fr\u00fchere Inszenierungen. Seit seinem Bayreuther Parsifal im Jahr 2004 l\u00e4sst ihn Wagners fragw\u00fcrdige Gleichung \u201eLiebe plus Tod gleich Erl\u00f6sung&#8220; nicht mehr los. In drei Akten verarbeitet er diese Themen und pr\u00e4sentiert programmatische Heilungsversuche.<\/p>\n<p>Diese Produktion wird anl\u00e4sslich des 50. Geburtstags von Christoph Schlingensief gezeigt. Es sind die beiden letzten Vorstellungen dieser Produktion des Burgtheaters \u00fcberhaupt. Etwa 100 Personen einschlie\u00dflich Choristen reisen aus Wien an, um Schlingensiefs gro\u00dfe Oper im Deutschen Schauspielhaus zu realisieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/wp-content\/photos\/176688.jpg\" width=\"450\" height=\"298\" alt=\"Mea Culpa\" class=\"centered\" \/><\/p>\n<p>\u201eAus Dutzenden musikalischen, literarischen, philosophischen und popkulturellen Versatzst\u00fccken lustvoll zusammengeklaut, komponiert im Sinne von zusammengesetzt, ist diese \u201eReadymade-Oper&#8220; Schlingensiefs zug\u00e4nglichste Arbeit der j\u00fcngeren Zeit. Ein Volksst\u00fcck ohne Moral, das faszinierend das schafft, was Schlingensief so einzigartig macht: die Durchdringung der Genres und die Aufl\u00f6sung der Grenzen zwischen Spiel und Realit\u00e4t.&#8220;<br \/>\n<em>Die Presse<\/em><\/p>\n<p>\u201eEs ist ein grundehrlicher, zutiefst existentieller Abend, und weil man das bis in die letzte Faser sp\u00fcrt, ber\u00fchrt er einen sehr. Wer jetzt wieder \u00e4chzt, hier sei ein unbotm\u00e4\u00dfiger Narzisst am Werk, der sein Leben ausschlachtet und zur Kunst stilisiert, sperrt sich gegen die Teilhabe, die Schlingensief uns gew\u00e4hrt. Es gibt nicht viele Theaterabende, die so ganzheitlich, so \u00fcberzeugend authentisch &#8211; und dazu auch noch so multimedial ausgefeilt &#8211; an die wirklich letzten Dinge r\u00fchren.&#8220;<br \/>\n<em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em><\/p>\n<p>\u201e\u201aMea Culpa&#8216; ist eine reife Arbeit, elegisch, parodistisch, exhibitionistisch. Die Haltung aber ist heiter. [&#8230;] So bewegt sich Schlingensief mit neuer Liebe durchs Leben, was f\u00fcr eine sch\u00f6ne Nachricht. Und so bewegt er uns. Und macht Mut zu einer schwierigen Erkenntnis: Hilf dir selbst, sonst hilft dir niemand.&#8220;<br \/>\n<em>Frankfurter Rundschau<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/wp-content\/photos\/meaculpa_07.jpg\" width=\"450\" height=\"300\" alt=\"Mea Culpa\" class=\"centered\" \/><\/p>\n<p><strong>Mea Culpa<br \/>\nEine ReadyMadeOper von Christoph Schlingensief<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem R\u00fccken von Johann Sebastian Bach, Joseph Beuys, Johann Wolfgang Goethe, Edvard Grieg, J\u00f6rg Immendorff, Derek Jarman, Elfriede Jelinek, Emmerich K\u00e1lm\u00e1n, S\u00f8ren Kierkegaard, Gustav Mahler, Jean-Luc Nancy, Friedrich Nietzsche, Arnold Sch\u00f6nberg, Franz Schubert, Robert Schumann, Peter Tosh, Richard Wagner, Slavojiek und dem Hexer von Niedernhall u.v.a.Mit Fritzi Haberlandt, Joachim Meyerhoff, Irm Hermann, Margit Carstensen, Gerda Cerne, Sachiko Hara, Friederike Harmsen, Carina-Roxana Isima, Lynne Kieran, Myorah B. Middleton, Agnes Palmisano, Mira Partecke, Elfriede Rezabek, Susanne Spahn, Elisabeth Wies-Campagner, Karin Witt, Mieczyslav Antoniak, Abdul Candao, Joseph Damian Ortiz Garcia, Michael Gempart, Toni Gisler, Walter Kogler, Andreas Salzbrunn, Guido Radschiner, Hermann Scheidleder, Arno Waschk, Thomas Weinhappel, Emile Wies-Campagner und Christoph Schlingensief \/ Viva Musica Festival Orchestra, Bratislava \/ Chor der Universit\u00e4t Wien \/ Regie und musikalische Leitung: Christoph Schlingensief \/ Opernkomposition: Arno Waschk \/ B\u00fchne: Janina Audick \/ Kost\u00fcme: Aino Laberenz \/ Lichtdesign: Voxi B\u00e4renklau \/ Filmkomposition: Meika Dresenkamp \/ Dramaturgie: Carl Hegemann, Henning Nass<\/p>\n<p>Diese Festival-Produktion wird gef\u00f6rdert von Gabriele und Peter Schwartzkopff, der Martha Pulvermacher Stiftung, Ian K. Karan und Hildegard und Franz-G\u00fcnter Wolf<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hamburgertheaterfestival.de\/54-0-Mea-Culpa.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.hamburgertheaterfestival.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mea-culpa.at\" target=\"_blank\">http:\/\/www.mea-culpa.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christoph Schlingensiefs ReadyMadeOper am So., 24. Oktober 2010, 19:30 Uhr + Mo., 25. 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