{"id":540,"date":"2010-05-03T10:22:50","date_gmt":"2010-05-03T08:22:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=540"},"modified":"2010-05-03T10:22:50","modified_gmt":"2010-05-03T08:22:50","slug":"christoph-schlingensief-macht-den-deutschen-pavillon-auf-der-venedig-biennale-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=540","title":{"rendered":"CHRISTOPH SCHLINGENSIEF MACHT DEN DEUTSCHEN PAVILLON AUF DER VENEDIG BIENNALE 2011"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/wp-content\/photos\/perfectshotfilms_450px.jpg\" width=\"450\" height=\"253\" alt=\"Schlingensief Biennale PM\" class=\"centered\" \/><\/p>\n<blockquote style=\"margin-top:35px;margin-bottom:35px;font-size:13px\"><p>\u201e&#8230;am Ende will ich sicher sein k\u00f6nnen, dass meine Arbeit einen sozialen Gedanken hat\u201c (Christoph Schlingensief)<\/p><\/blockquote>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass Christoph Schlingensief die Einladung der Kommissarin des Deutschen Pavillons der Venedig Biennale 2011, Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin am MMK Museum f\u00fcr Moderne Kunst Frankfurt am Main, angenommen hat.<\/p>\n<p>Christoph Schlingensief probt derzeit in Berlin f\u00fcr das Projekt VIA INTOLLERANZA II, das von der Aktionsoper \u201eIntolleranza 1960\u201c des italienischen Komponisten Luigi Nono ausgeht und von Schlingensief als eine begleitende Forschungsarbeit zu seinem Operndorf-Projekt im westafrikanischen Burkina Faso gesehen wird. Die Inszenierung wird ab Mitte Mai in Br\u00fcssel gespielt und im Anschluss in Hamburg, Wien und in M\u00fcnchen zu sehen sein.<\/p>\n<p>Mit der Einladung in den Deutschen Pavillon stellt sich f\u00fcr Schlingensief eine weitere neue Aufgabe. \u201eDas ist eine tolle \u00dcberraschung. Ich habe in vielen Bereichen gearbeitet, als Film-, Theater- und Opernregisseur, Produzent, Alleinunterhalter, Mensch, auch als kranker Mensch und Christ, auch als Politiker und Performer und ich habe mich auch immer f\u00fcr K\u00fcnstler interessiert, die die Kunst fast zwanghaft betrieben haben, darin auch nicht unbedingt eine Unterscheidung zum Zwang des Leben-M\u00fcssens oder -Wollens gesehen haben. Eine Form von Schizophrenie war f\u00fcr meine Arbeit und mein Leben schon immer typisch. Wenn ich nur bei einer Sache w\u00e4re, w\u00fcrde ich mich langweilen, k\u00e4me mein Kopf nicht in Fahrt. Ich muss zwischen der Musik und dem Bild, den Menschen und der Sprache, dem Gesunden und Kranken, dem Lustigen und Traurigen immer die Chance haben, auch das Gegenteil zu behaupten. An die Eindeutigkeit der Welt glaube ich nicht. Die Aufgabe den Deutschen Pavillon, einen verd\u00e4chtigen Repr\u00e4sentationsbau, nicht f\u00fcr repr\u00e4sentative Zwecke, sondern f\u00fcr k\u00fcnstlerische Zwecke zu benutzen, ist da genau das Richtige: eine schwere Last, aber Kunst macht leicht, was sonst schwer ist.<\/p>\n<p>Vielleicht ist das aber gerade das Gute daran. Ich liebe jedenfalls Risse und Gegens\u00e4tze und in den n\u00e4chsten Monaten werde ich herausfinden, welche Gegens\u00e4tze f\u00fcr Venedig, den Deutschen Pavillon und Burkina Faso am produktivsten sind\u201c, kommentiert Christoph Schlingensief seine Berufung.<\/p>\n<p>Dr. Susanne Gaensheimer erg\u00e4nzt: \u201eSeit fast 30 Jahren besch\u00e4ftigt sich Christoph Schlingensief in radikaler und r\u00fcckhaltloser Direktheit mit der kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Befindlichkeit der deutschen Bundesrepublik. In gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher medialer Vielfalt und stets unvorhersehbar bewegt er sich in seinen Filmen, Theaterst\u00fccken, Operninszenierungen und Kunstaktionen permanent an der Grenze zwischen Realit\u00e4t und Fiktion, Inszenierung und Improvisation, Verbindlichkeit und Provokation, und entwickelt dabei eine ganz eigene Form von Moral und Menschlichkeit. Durch das Projekt der Gr\u00fcndung eines Operndorfes in Burkina Faso in West-Afrika \u00fcberf\u00fchrt Schlingensief die Idee des Nationalen in eine weltb\u00fcrgerliche Dimension.<\/p>\n<p>Ich halte ihn f\u00fcr einen der ganz wesentlichen K\u00fcnstler dieses Landes und stelle mir vor, dass durch seine k\u00fcnstlerische Vision die Idee der nationalen Repr\u00e4sentation transformiert und der Deutsche Pavillon zu einem Ort der Kommunikation und des kosmopolitischen Geschehens wird.\u201c<\/p>\n<p>Die Ausstellung im Deutschen Pavillon entsteht im Auftrag des Ausw\u00e4rtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland und wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Auslandsbeziehungen (ifa).<\/p>\n<p>Dr. Susanne Gaensheimer und Christoph Schlingensief werden am 29. Juni 2010 um 11 Uhr im MMK Museum f\u00fcr Moderne Kunst Frankfurt am Main im Rahmen eines Pressegespr\u00e4ches f\u00fcr weitere Fragen gerne zur Verf\u00fcgung stehen. Dar\u00fcber hinaus finden Sie weitere Informationen und Bildmaterial auf unserer Internetseite www.mmk-frankfurt.de.<\/p>\n<p>Sollten sie weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Bis dahin verbleibe ich<\/p>\n<p>mit den Besten Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p><strong>MMK MUSEUM F\u00dcR MODERNE KUNST FRANKFURT AM MAIN<\/strong><br \/>\nChristina Henneke<br \/>\nPressesprecherin<br \/>\nDomstr. 10, 60311 Frankfurt\/Main, Germany<br \/>\nTel.0049 (0)69 212 37761 oder 0049 (0)69 212 35844<br \/>\nFax.0049 (0)69 212 37882<br \/>\nE-Mail: christina.henneke@stadt-frankfurt.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christoph Schlingensief hat die Einladung der Kommissarin des Deutschen Pavillons der Venedig Biennale 2011, Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin am MMK Museum f\u00fcr Moderne Kunst Frankfurt am Main, angenommen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/540"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=540"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/540\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}