{"id":510,"date":"2010-02-26T01:36:29","date_gmt":"2010-02-25T23:36:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=510"},"modified":"2010-02-26T01:36:29","modified_gmt":"2010-02-25T23:36:29","slug":"kautner-preis-2010-fur-christoph-schlingensief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=510","title":{"rendered":"K\u00c4UTNER-PREIS 2010 F\u00dcR CHRISTOPH SCHLINGENSIEF"},"content":{"rendered":"<p><strong>Filmpreis der Landeshauptstadt wird am 2. M\u00e4rz verliehen\/Dotiert mit 10.000 Euro\/Ausstellung und Werkschau im Filmmuseum <\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/wp-content\/photos\/schlingensief440.jpg\" width=\"440\" height=\"311\" alt=\"Christoph Schlingensief (dpa)\" class=\"centered\" \/><\/p>\n<p><strong>Der Filmemacher Christoph Schlingensief erh\u00e4lt den Helmut-K\u00e4utner-Preis 2010 der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf. Oberb\u00fcrgermeister Dirk Elbers wird die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 2. M\u00e4rz in einer Feierstunde im Rathaus \u00fcberreichen. Die Laudatio auf den Preistr\u00e4ger h\u00e4lt der Filmkritiker und Buchautor Georg See\u00dflen. Schlingensief wird zudem mit einer umfangreichen filmischen Retrospektive und einer Studioausstellung geehrt, die nach der Preisverleihung in seiner Anwesenheit im Filmmuseum er\u00f6ffnet werden. <\/strong><\/p>\n<p>Die K\u00e4utner-Preis-Jury hat die Verleihung des D\u00fcsseldorfer Filmpreises an den Filmemacher, Aktionsk\u00fcnstler, Theater- und Opernregisseur Schlingensief wie folgt begr\u00fcndet: &#8222;Mit Christoph Schlingensief w\u00fcrdigt der Rat der Stadt D\u00fcsseldorf eine Pers\u00f6nlichkeit, die sich in mehr als zwei Jahrzehnten f\u00fcr die deutsche Filmkultur eingesetzt hat. Christoph Schlingensief hat von Beginn an alle M\u00f6glichkeiten des kreativen Filmemachens genutzt. Er hat in allen seinen Produktionen mehrere Funktionen ausgef\u00fcllt, vom Kameramann \u00fcber den Drehbuchautor bis zum Regisseur und Produzenten. Er hat seine Karriere am experimentellen Rande des Kinos begonnen und ist bis ins medienwirksame Zentrum vorgesto\u00dfen, ohne sich jemals in den Mainstream zu begeben. Er hat sich in seinem Schaffen viel mit seinem Heimatland und dessen Geschichte auseinandergesetzt und es wie kein Zweiter verstanden, das eigentlich langsame Medium Film zur Reflektion \u00fcber aktuelle Themen zu nutzen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Jury w\u00fcrdigt auch Schlingensiefs Wirken \u00fcber den Bereich Kino hinaus: &#8222;Er hat sich von Anfang an als ein multimedialer K\u00fcnstler verstanden, der die Kunstform Film mit anderen Kunstformen erg\u00e4nzt hat: dem Theater, dem Fernsehen, durch Kunstaktionen, die Oper und Installationen.&#8220; <\/p>\n<p><strong>Wirken \u00fcber den Bereich Kino hinaus<\/strong><\/p>\n<p> Christoph Schlingensief wurde am 24. Oktober 1960 in Oberhausen geboren. Nach Erwerb des Abiturs studierte er ab 1981 in M\u00fcnchen Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte. In dieser Zeit begann dann auch seine Karriere als Filmregisseur. Als Assistent von Werner Nekes produzierte er seine ersten Kurzfilme. Sein erster Spielfilm war &#8222;Tunguska &#8211; Die Kisten sind da&#8220; im Jahr 1983. Es folgten seine Deutschlandtrilogie (&#8222;100 Jahre Adolf Hitler &#8211; Die letzte Stunde im F\u00fchrerbunker&#8220; (1989), &#8222;Das deutsche Kettens\u00e4genmassaker&#8220; (1990) und &#8222;Terror 2000&#8220; (1992)), mit der er erstmals gr\u00f6\u00dfere Bekanntheit als Regisseur erlangte.<\/p>\n<p>Seine Karriere als Theaterregisseur begann Schlingensief 1993 mit dem St\u00fcck &#8222;100 Jahre CDU &#8211; Spiel ohne Grenzen&#8220; an der Volksb\u00fchne Berlin. Zwischen 1993 und 2006 verwirklichte er zahlreiche Projekte innerhalb und au\u00dferhalb des Theaters. Durch die Aufmerksamkeit, die seine vorangegangenen Projekte an der Volksb\u00fchne Berlin erfuhren, wurde er zu Produktionen an den gro\u00dfen Opern-, Schauspiel- und Festspielh\u00e4usern in Bayreuth, Hamburg, Manaus, Z\u00fcrich und Wien eingeladen.<\/p>\n<p>Von 1983 bis 1986 hatte Schlingensief zudem Lehrauftr\u00e4ge an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung in Offenbach und an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf. Im April 2009 wurde er f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre vom Kulturminister von Niedersachsen auf die Professur f\u00fcr &#8222;Kunst in Aktion&#8220; an die Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Braunschweig berufen. <\/p>\n<p><strong>Engagement f\u00fcr Burkina Faso<\/strong><\/p>\n<p>Was Schlingensief mit D\u00fcsseldorf ebenfalls verbindet, das ist das Engagement f\u00fcr Burkina Faso, eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt. Schlingensief arbeitet dort an seinem &#8222;Festspielhaus Afrika&#8220;, das zu einem regelrechten &#8222;Operndorf&#8220; mit Schule und Krankenstation angewachsen ist. Soeben wurde der Grundstein f\u00fcr das Festspielhaus gelegt.<\/p>\n<p>D\u00fcsseldorf ist Burkina Faso seit 2008 besonders eng verbunden. Da wurde die Stadt offizieller Partner der Welthungerhilfe. In \u00fcber 100 Veranstaltungen engagierten sich Unternehmen, Vereine, Verb\u00e4nde und Privatpersonen jeden Alters f\u00fcr Hilfsprojekte in Kongoussi, einer Region in der N\u00e4he der Hauptstadt von Burkina Faso. Das offizielle Ende des Partnerjahres bedeutete nicht das Ende der Unterst\u00fctzung. Ein Freundeskreis macht weiter: am 7. M\u00e4rz zum Beispiel mit einem Benefizkonzert der Clara-Schumann-Musikschule zugunsten des Brunnenbaus. <\/p>\n<p><strong>Karten f\u00fcr die Preisverleihung<\/strong><\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Dirk Elbers wird den mit 10.000 Euro dotierten Preis in einer Feierstunde im Rathaus am Dienstag, 2. M\u00e4rz, \u00fcberreichen. In begrenztem Umfang gibt es kostenlose Eintrittskarten f\u00fcr die Preisverleihung, und zwar ab Donnerstag, 25. Februar, beim Rathaus-Empfang, Marktplatz 2. Das Rathaus ist montags bis freitags jeweils von 7 bis 19 Uhr ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p><strong>K\u00e4utner-Preis<\/strong><\/p>\n<p>Der an &#8222;Pers\u00f6nlichkeiten mit herausragender Bedeutung f\u00fcr den deutschen Film&#8220; vergebene Helmut-K\u00e4utner-Preis wird 2010 zum zw\u00f6lften Mal verliehen und erinnert an den in D\u00fcsseldorf geborenen Regisseur Helmut K\u00e4utner (1908 D\u00fcsseldorf &#8211; 1980 Castellina, Italien). Bekannt wurde K\u00e4utner mit Filmen wie &#8222;Die Gro\u00dfe Freiheit Nr. 7&#8220;, &#8222;Des Teufels General&#8220; oder &#8222;Wir Kellerkinder&#8220;. Erste Preistr\u00e4gerin war 1982 die Filmhistorikerin und -publizistin Lotte Eisner. Ihr folgten unter anderem die Regisseure Wolfgang Staudte (1984), Berhard Wicki (1986) und zuletzt Wim Wenders (2004).<\/p>\n<p>Weitere Preistr\u00e4ger waren bisher die Schauspielerinnen Hildegard Knef (1993) und Hannelore Hoger (2001), Dieter Kosslick, Leiter der Internationalen Berliner Filmfestspiele (2007), Ulrich Gregor, Co-Direktor der Berliner Filmfestspiele, und Hilmar Hoffmann, Begr\u00fcnder der Westdeutschen Kurzfilmtage Oberhausen (1988), Wolfgang Kohlhaase, Drehbuchautor und Schriftsteller (1990), Hanns Eckelkamp, Filmproduzent, Enno Patalas, Filmkritiker und -kurator, und Wolf Donner, Filmpublizist (1995) sowie Rudolf Arnheim, Kultur- und Medienkritiker (1999).<\/p>\n<p>Die Jury des Helmut-K\u00e4utner-Preises 2010 tagte am 28. November im Filmmuseum. Ihr geh\u00f6rten an: der Vorsitzende des Kulturausschusses, B\u00fcrgermeister Friedrich G. Conzen, die stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses, Marit von Ahlefeld, Walburga Benninghaus und Dr. Veronika D\u00fcbgen als Mitglieder des Kulturausschusses; Bernd Desinger (Leiter des Filmmuseums Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf); Claudia Droste-Deselaers (Filmstiftung NRW), Hans-Georg Lohe (Kulturdezernent der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf , Hanns Georg Rodek (Filmkritiker Die Welt, Berlin); Ruth Schiffer als Vertreterin der Staatskanzlei (Kulturabteilung, Bereich Film), der Regisseur Tom Tykwer (&#8222;The International&#8220;, &#8222;Das Parf\u00fcm&#8220;) und Max Wiedemann (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Wiedemann &#038; Berg Filmproduktion GmbH &#038; Co. KG, M\u00fcnchen). <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.duesseldorf.de\/top\/thema010\/kultur\/beitraege\/kaeutnerpreis_2010\/index.shtml\" target=\"_blank\">http:\/\/www.duesseldorf.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Filmemacher Christoph Schlingensief erh\u00e4lt den Helmut-K\u00e4utner-Preis 2010 der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3,8,9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/510"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=510"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/510\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}