{"id":318,"date":"2009-01-29T11:48:56","date_gmt":"2009-01-29T09:48:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=318"},"modified":"2009-01-29T11:48:56","modified_gmt":"2009-01-29T09:48:56","slug":"internationale-jury-der-berlinale-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=318","title":{"rendered":"INTERNATIONALE JURY DER BERLINALE 2009"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unter dem Vorsitz von Tilda Swinton entscheidet die Internationale Jury \u00fcber die Vergabe des Goldenen und der Silbernen B\u00e4ren sowie des Alfred-Bauer-Preises im Wettbewerb der Berlinale 2009.<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\nDie weiteren Jury-Mitglieder sind die spanische Regisseurin Isabel Coixet, der Regisseur Gaston Kabor\u00e9 (Burkina Faso), der schwedische Bestsellerautor und Theaterregisseur Henning Mankell, Regisseur Christoph Schlingensief (Deutschland), der Regisseur und Produzent Wayne Wang (USA) sowie die Foodaktivistin und Autorin Alice Waters (USA).<\/p>\n<p>Jury-Pr\u00e4sidentin und Oscarpreistr\u00e4gerin Tilda Swinton geh\u00f6rt zu den gefragtesten Schauspielerinnen. Ihr Filmdeb\u00fct gab sie in Derek Jarmans Caravaggio, der 1986 auf der Berlinale einen Silbernen B\u00e4ren gewann. Seit ihrem internationalen Durchbruch mit Orlando wechselt sie m\u00fchelos das Rollenfach zwischen europ\u00e4ischen Arthouse-Filmen und gro\u00dfen Hollywood-Produktionen. Bis zu Jarmans Tod trat sie in jedem seiner Filme auf und widmete ihm ein filmisches Portr\u00e4t, das 2008 im Panorama der Berlinale lief. F\u00fcr den Thriller Michael Clayton erhielt sie 2008 einen Oscar als Beste Nebendarstellerin.<\/p>\n<p>Die preisgekr\u00f6nte spanische Autorin und Regisseurin Isabel Coixet war mit ihren Filmen schon auf zahlreichen internationalen Festivals zu Gast, darunter viermal auf der Berlinale: 1995 im Panorama mit Was ich Dir noch nie erz\u00e4hlt habe, 2003 im Wettbewerb mit Mein Leben ohne mich, 2007 im Panorama mit der Kompilations-Doku Invisibles sowie 2008 mit der ber\u00fchrenden Bestsellerverfilmung Elegy. Derzeit realisiert Isabel Coixet den romantischen Thriller Map Of The Sounds Of Tokyo.<\/p>\n<p>Gaston Kabor\u00e9 z\u00e4hlt zu den wichtigsten Pers\u00f6nlichkeiten der Filmszene seiner Heimat. Nach dem Studium in Ouagadougou (Burkina Faso) und Paris war sein Spielfilm Wend Kuuni 1982 ein Durchbruch f\u00fcr das afrikanische Kino. Kabor\u00e9 ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in einem und realisierte auch mehrere Dokumentarfilme. F\u00fcr das historische Drama Buud Yam wurde er 1997 mit dem Preis des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO ausgezeichnet. Mit der Gr\u00fcndung des Instituts \u201eImagine\u201c 2005 in Ouagadougou f\u00f6rdert er au\u00dferdem die audio-visuelle Ausbildung in Burkina Faso.<\/p>\n<p>Der preisgekr\u00f6nte Bestseller-Autor Henning Mankell ist vor allem durch seine Wallander-Kriminalromane bekannt, die in 38 Sprachen \u00fcbersetzt wurden. Politische und gesellschaftliche Themen pr\u00e4gen die Arbeit des passionierten Schriftstellers und Theaterregisseurs, der auch als Autor von Kinderb\u00fcchern und Dramen brilliert. Mankell lebt abwechselnd in Schweden und in Mosambik, wo er als Direktor des \u201eTeatro Avenida\u201c arbeitet.<\/p>\n<p>Als Film-, Theater- und Opernregisseur, H\u00f6rspielautor sowie K\u00fcnstler geh\u00f6rt Christoph Schlingensief zu einer der bekanntesten Pers\u00f6nlichkeiten der deutschen Kulturszene. Seine Arbeiten verwischen immer wieder die Grenze zwischen Politik und Kunst und provozieren \u00f6ffentliche Diskussionen. Als Filmemacher wurde Christoph Schlingensief zun\u00e4chst mit der zwischen 1989 und 1992 entstandenen \u201eDeutschlandtrilogie\u201c (u.a. Das deutsche Kettens\u00e4genmassaker) bekannt. Zu seinen Inszenierungen geh\u00f6ren u.a. \u201eParsifal\u201c (Bayreuth 2004), \u201eDer Fliegende Holl\u00e4nder\u201c (Manaus 2007), \u201eJeanne d&#8217;Arc\u201c (Berlin 2008) und \u201eEine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir\u201c (Duisburg 2008).<\/p>\n<p>Der in Hongkong geborene Regisseur und Produzent Wayne Wang lebt und arbeitet in den USA. In vielen seiner Filme konfrontiert er die amerikanische Gesellschaft mit der Welt der chinesischen Einwanderer, so in der Bestselleradaption T\u00f6chter des Himmels (1993). Mit dem Arthouse-Film Smoke (Silberner Berlinale B\u00e4r 1995) gelang ihm ein gro\u00dfer Erfolg auch in Europa. Wangs letzter Film Mr. Shi und der Gesang der Zikaden erhielt mehrere Festival-Preise.<\/p>\n<p>Als passionierte Filmfreundin hat die Foodaktivistin, Autorin und Stark\u00f6chin Alice Waters ihr legend\u00e4res Restaurant Chez Panisse in Berkeley nach einem Filmcharakter von Marcel Pagnol benannt. Alice Waters, Vizepr\u00e4sidentin von Slow Food International, arbeitet mit dem ber\u00fchmten Pacific Filmarchive in Berkeley und mit verschiedenen Film Festivals zusammen. Sie hat unter anderem auch an der Dokumentation Werner Herzog Eats His Shoe mitgewirkt. Die vielfach ausgezeichnete Foodaktivistin ist k\u00fcrzlich in die California Hall of Fame aufgenommen worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Vorsitz von Tilda Swinton entscheidet die Internationale Jury \u00fcber die Vergabe des Goldenen und der Silbernen B\u00e4ren sowie des Alfred-Bauer-Preises im Wettbewerb der Berlinale 2009.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/318"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=318"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/318\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}