{"id":313,"date":"2009-01-21T21:23:38","date_gmt":"2009-01-21T19:23:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=313"},"modified":"2009-01-21T21:23:38","modified_gmt":"2009-01-21T19:23:38","slug":"chemo-babe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=313","title":{"rendered":"\u00bbCHEMO BABE\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Autopoiesis: Arbeiten von Eileen Wunderlich, Carolin L\u00f6bberts und Barbara Breitenfellner, 28. Januar &#8211; 07. M\u00e4rz 2009, Bongout Showroom, Berlin<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\nVernissage am Mittwoch, den 28. Januar 2009 um 19 Uhr.<\/p>\n<p>Wir gehen Verbindungen ein, mit Artgenossen, mit anderen Lebewesen. Wir bilden Systeme, werden Teil von Systemen, brechen mit ihnen, um uns Neuen anzuschlie\u00dfen. In einem engen Kreis aus Zeit inmitten des zeitlosen Chaos kreieren wir unsere Wirklichkeit. Immer bem\u00fcht, die Realit\u00e4t nach eigenem Gutd\u00fcnken zu formen, immer die Kontrolle zu behalten. Doch manchmal werden wir erfasst, einer Fliege gleich, die vom s\u00fc\u00dfen Duft der Venusfliegenfalle angelockt, ihrem Verderben entgegenfliegt. Dann schl\u00e4gt uns die Wirklichkeit hart ins Gesicht, erwischt uns mit ihrer eiskalten Hand.<\/p>\n<p>In Barbara Breitenfellners Installation wird die harte Fliegen-Wirklichkeit neben Spuren der inszenierten Wirklichkeit des Films gesetzt. Im Gew\u00e4chshaus verspeisen fleischfressende Pflanzen so manches Insekt, dazwischen fliegen die Utensilien eines Filmschneidelabors herum. Ein Gleichnis f\u00fcr die Verg\u00e4nglichkeit und Suggestivit\u00e4t der Bilder, die uns allt\u00e4glich begegnen. Die K\u00fcnstlerin legt mit ihrer Arbeit die Schattenseiten und Anomalien einer vermeintlich vertrauten und bekannten Welt blo\u00df, deren erlebte Wirklichkeit auf mediale Bilder aufbaut.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/wp-content\/photos\/Blutmarie.jpg\" width=\"267\" height=\"400\" alt=\"Eileen Wunderlich\" class=\"centered\" \/><\/p>\n<p>\u201eChemo Babe&#8220;. Seit Jahren fotografiert Eileen Wunderlich tote Tiere. Bevor ein Bild entsteht, bandagiert, n\u00e4ht und drapiert die K\u00fcnstlerin. Jedes Tier erh\u00e4lt einen neuen Charakter.<\/p>\n<p>Dieses Jahr schl\u00fcpfte Eileen Wunderlich selbst in unterschiedliche Rollen, um f\u00fcr kurze Zeit der Realit\u00e4t ihrer Krankheit zu entkommen. Sie persiflierte ihre eigene Wirklichkeit und gleichzeitig die Welt dort drau\u00dfen.<\/p>\n<p>Auf Carolin L\u00f6bberts onirischen Bildern tummeln sich bunte V\u00f6gel. Sie sitzen auf dicken \u00c4sten und singen. Doch nach dem ersten Eindruck von harmonischer Natur entdeckt man den Tod im Geb\u00fcsch und seine maskierte Gefolgschaft lauert im T\u00fcmpel. Dicke Tropfen durchziehen die Bilder. Die V\u00f6gel singen nicht nur. Sie schlagen Alarm. Sie bluten, schei\u00dfen und sterben in der unwirtlichen Welt um sie herum.<\/p>\n<p>All diese Arbeiten haben zugleich etwas D\u00fcsteres und Heiteres durch die alles durchdringende, sp\u00fcrbare Kraft des Lebens.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\nBongout Gallery \/ Showroom<br \/>\nTorstrasse 110<br \/>\n10119 Berlin &#8211; Germany<br \/>\nOpening hours: tue &#8211; sat : 12 &#8211; 7 pm<br \/>\n+49 (0)30 280 93 758<br \/>\ninfo@bongout.org<br \/>\nwww.bongout.org<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autopoiesis: Arbeiten von Eileen Wunderlich, Carolin L\u00f6bberts und Barbara Breitenfellner, 28. Januar &#8211; 07. 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