{"id":180,"date":"2007-01-11T21:36:09","date_gmt":"2007-01-11T19:36:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=180"},"modified":"2007-01-11T21:36:09","modified_gmt":"2007-01-11T19:36:09","slug":"helge-schneider-als-saddam-de-presse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=180","title":{"rendered":"HELGE SCHNEIDER ALS SADDAM? (DIE PRESSE)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Schauspieler und Musiker w\u00fcrde die Rolle im Hitler-Film &#8222;Mein F\u00fchrer&#8220; nicht noch mal annehmen. Schlingensief will ihn nun als Saddam Hussein. <\/strong><\/p>\n<p>(die presse)<\/p>\n<p>Der deutsche Schauspieler und Musiker Helge Schneider verteidigt den Schweizer Regisseur Dany Levy und dessen Hitler-Film &#8222;Mein F\u00fchrer&#8220;. &#8222;\u00dcber Hitler kann und darf ich mich 24 Stunden lang lustig machen&#8220;, sagte Schneider bei einer Video-Konferenz angesichts der Kritik, die Kom\u00f6die verharmlose den Holocaust. &#8222;Das finde ich nicht richtig. Es ist ein gro\u00dfer Unterschied, ob ich \u00fcber Hitler lache oder das Grauen, das er verursacht hat.&#8220; Der deutsche Anarcho-Komiker, der im Film Hitler verk\u00f6rpert, ist mit &#8222;Mein F\u00fchrer&#8220; ab 19. J\u00e4nner im Kino und im Mai mit seiner neuen Platte &#8222;I brake together&#8220; in \u00d6sterreich.  <\/p>\n<p>Zu wenig anarchisch<br \/>\nIhm selbst sei &#8222;Mein F\u00fchrer&#8220; zu wenig anarchisch, bekr\u00e4ftigte Schneider daf\u00fcr seine pers\u00f6nliche Kritik der vergangenen Tage. &#8222;Ich finde den Film wirklich nicht so gut.&#8220; Der Streifen sei als Kom\u00f6die betitelt, aber man k\u00f6nne nicht &#8222;befreit dar\u00fcber lachen&#8220;. Wenn k\u00fcrzlich bei der Weltpremiere gelacht wurde, als Hitler bei den j\u00fcdischen Eheleuten ins Bett kriecht, dann sei das nicht sein Humor. Aber es sei gut, &#8222;dass der Film eine Diskussion ausgel\u00f6st hat. Ob er nun k\u00fcnstlerisch gut ist, das ist sowieso eine andere Frage.&#8220; <\/p>\n<p>Schneider als Saddam?<br \/>\nVon der Filmschauspielerei hat Schneider jedenfalls vorerst genug. &#8222;Ich habe das sehr gerne gemacht, aber so eine Rolle wie bei dem Hitler-Film w\u00fcrde ich nicht mehr annehmen.&#8220; Er habe inzwischen daf\u00fcr ein Angebot von Christoph Schlingensief bekommen, f\u00fcr den er vor mehr als 20 Jahren bereits einmal in die Rolle als Hitler geschl\u00fcpft war. &#8222;Tod im Partykeller, da soll ich Saddam Hussein spielen. Aber ich wei\u00df noch nicht, ob ich das mache.&#8220; Kino interessiere ihn eigentlich nicht so sehr wie die B\u00fchne. <\/p>\n<p>Schneider &#8211; der Musikclown<br \/>\nDort versteht sich Schneider als &#8222;Musikclown&#8220; &#8211; und als solcher wird er auf seiner Riesentournee mit mehr als 100 Auftritten auch in \u00d6sterreich vorbeikommen. Mit seiner Band pr\u00e4sentiert er sein neues Album &#8222;I brake together&#8220; (eine &#8222;jazzig-rockig-funkige Platte&#8220;) in der Wiener Stadthalle (17.-19. Mai) und im Grazer Orpheum (20.\/21. Mai). &#8222;Wenn ich nach Wien fahre, wei\u00df ich, da bin ich gut aufgehoben&#8220;, schilderte der Komiker seine \u00d6sterreich-Erfahrungen. &#8222;In Salzburg hab ich mir schon mal einen Hut gekauft, und Wien ist eine der sch\u00f6nsten St\u00e4dte K\u00e4rntens.&#8220; <\/p>\n<p>Zwischen seinem einstigen Erfolgshit &#8222;Katzeklo&#8220; und seiner neuen Single &#8222;K\u00e4sebrot&#8220; sieht Schneider &#8222;keinen gro\u00dfen Unterschied. Beide Lieder waren sehr spontan und bestechen durch ihre Einfachheit, aber bei &#8218;K\u00e4sebrot&#8216; haben wir l\u00e4nger herumgefeilt.&#8220; Die zumeist durch Improvisation entstehenden Lieder seien \u00fcberhaupt &#8222;ganz gut geworden&#8220;. Wann er denn w\u00e4hrend der Dreharbeiten und Promotion sowie der Arbeit an seinem neuen Buch &#8222;Die Memoiren des Rodriguez Faszanatas &#8211; Bekenntnisse eines Heiratsschwindlers&#8220; Zeit f\u00fcr die Lieder gefunden habe? Schneider darauf trocken: &#8222;Diese Schallplatte ist zu Stande gekommen, weil mir die Interviews zum Film total auf den Sack gingen.&#8220;<\/p>\n<p>11.1.07<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schauspieler und Musiker w\u00fcrde die Rolle im Hitler-Film &#8222;Mein F\u00fchrer&#8220; nicht noch mal annehmen. 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