{"id":167,"date":"2006-10-27T21:09:47","date_gmt":"2006-10-27T19:09:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=167"},"modified":"2006-10-27T21:09:47","modified_gmt":"2006-10-27T19:09:47","slug":"vater-des-neuen-deutschen-films-frankenpost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=167","title":{"rendered":"&#8222;VATER&#8220; DES NEUEN DEUTSCHEN FILMS (FRANKENPOST)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Filmpreis der Stadt Hof geht 2006 an Alexander Kluge. Laudator und Vorjahrespreistr\u00e4ger Christoph Schlingensief: \u201eKeiner, der vorgezeichnete Wege betritt\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\nVon Kerstin Starke<br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\nMit dem Filmpreis der Stadt Hof bei den 40. Internationalen Hofer Filmtagen ist gestern Abend Alexander Kluge ausgezeichnet worden. Die Laudatio auf den \u201egeistigen Vater des neuen deutschen Films\u201c hielt Vorjahrespreistr\u00e4ger Christoph Schlingensief. Den Preis \u00fcberreichte der Hofer Oberb\u00fcrgermeister Dr. Harald Fichtner.<\/p>\n<p>HOF \u2013 \u201eIch bin sehr stolz, diesen Preis zu bekommen\u201c, sagte ein sichtlich ger\u00fchrter Alexander Kluge. Der Filmemacher, Drehbuchautor, Fernsehproduzent und Schriftsteller, der 1932 in Halberstadt geboren wurde, gilt als Autorit\u00e4t auf dem Gebiet der Filmtheorie. \u201eDie Hofer Filmtage\u201c, fuhr er fort, \u201ebedeuten f\u00fcr uns Filmemacher so etwas wie einen sicheren Punkt in der Filmlandschaft. Vom Herzen her lieben wir dieses Festival mehr als Venedig oder Cannes.\u201c Als er erfahren habe, dass er den Preis bekommen soll, sei er sehr \u00fcberrascht gewesen. Denn zuf\u00e4llig habe er kurz zuvor einen Band Erz\u00e4hlungen mit dem Titel \u201eGeschichten vom Kino\u201c fertiggestellt. Eine dieser Geschichten handle davon, was ein Filmemacher \u00fcberhaupt sei. Kluge: \u201eF\u00fcr mich ist das Heinz Badewitz \u2013 vor allem, weil er ein Festival f\u00fchrt und somit genauso Filme macht wie ein Regisseur.\u201c<\/p>\n<p>Mit seiner 1966 gedrehten Produktion \u201eAbschied von gestern\u201c habe Kluge, so hei\u00dft es in der Laudatio der Stadt Hof, die Zeitenwende im deutschen Film eingeleitet. Der studierte Jurist kam bereits 1958 als Assistent von Fritz Lang zum Film. Zun\u00e4chst drehte er Kurz- und Dokumentarfilme. Seit Mitte der 60er Jahre produziert er auch Spielfilme. Bei den Hofer Filmtagen war Kluge in der 80er Jahren vertreten mit \u201eKrieg und Frieden\u201c (1982), \u201eDer Angriff der Gegenwart auf die \u00fcbrige Zeit\u201c (1985) und \u201eVermischte Nachrichten\u201c (1986). Seit der Gr\u00fcndung seiner Firma dctp 1987 ist Alexander Kluge unter anderem f\u00fcr die unabh\u00e4ngigen TV-Kulturmagazine \u201e10 vor 11\u201c, \u201eNews &#038; Stories\u201c und \u201edctp Reportage\u201c im privaten Fernsehen verantwortlich; monatlich l\u00e4uft seine \u201eStunde der Filmemacher\u201c.<\/p>\n<p>\u201eIch verehre ihn sehr\u201c, hatte zuvor Film- und Theaterregisseur Christoph Schlingensief bekannt. \u201eWie er zwischen Bildern und Gedanken denkt, das ist toll\u201c, schw\u00e4rmte der Laudator. \u201eEr ist keiner, der vorgezeichnete Wege betritt.\u201c Mit seinen Kulturmagazinen sei er der \u201eChirurg einer deutschen Geschichte, die noch nicht erz\u00e4hlt ist\u201c. Schlingensief: \u201eEr ist seiner Zeit voraus, weil er die Vergangenheit hinterfragt. Was andere als Historie deklarieren, stellt Kluge zur Diskussion.\u201c F\u00fcr ihn, Schlingensief, sei Kluge ein \u201eganz gro\u00dfer Ziehvater\u201c. <\/p>\n<p>27.10.06<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Filmpreis der Stadt Hof geht 2006 an Alexander Kluge. Laudator und Vorjahrespreistr\u00e4ger Christoph Schlingensief: \u201eKeiner, der vorgezeichnete Wege betritt\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/167"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=167"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/167\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}