{"id":109,"date":"2006-05-12T18:15:08","date_gmt":"2006-05-12T16:15:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=109"},"modified":"2006-05-12T18:15:08","modified_gmt":"2006-05-12T16:15:08","slug":"animatograph-edition-parsipark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/?p=109","title":{"rendered":"ANIMATOGRAPH EDITION PARSIPARK (JvdH\/CS)"},"content":{"rendered":"<p><strong>ANIMATOGRAPH<br \/>\nEDITION PARSIPARK<br \/>\nCHRISTOPH SCHLINGENSIEF<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\n<strong>MUSEUM F\u00dcR BILDENDE KUNST LEIPZIG<br \/>\nCourtesy of Sammlung Falckenberg<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\nDer Animatograph ist die \u201eRaum \/ Zeit\u201c-Installation, die Christoph Schlingensief anl\u00e4\u00dflich der Inszenierung des \u201eParsifal\u201c (Bayreuth, 2004) geplant und \u00fcber die animatographischen Editionen \u201eHouse of Obsession\u201c (Reykjavik, 2005), \u201eOdins Parsipark\u201c (Neuhardenberg, 2005), \u201eThe African Twin Towers\u201c (L\u00fcderitz, 2005) und \u201eArea7\u201c (Burgtheater Wien, 2006) hinaus weiterentwickelt hat.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\n<em>&#8222;Die ewige Verwandlung geschieht ganz dicht am Schreitenden, als ob sich seine Bewegung selbst den Raum sch\u00fcfe, den sie durchmessen will, oder sie entfaltet sich aus dem Ich selbst heraus: denn das Selbst des Bewu\u00dftseins erstreckt sich in die Zeit.&#8220; (Richard Wagner)<\/em><br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\nDas \u201everfluchte Thema\u201c nennt Wagner die Frage nach Raum und Zeit. Im \u201eParsifal\u201c verwandelt er es in einen Welterl\u00f6sungsmythos und verordnet Eschenbachs Figuren ein gemeinschaftliches Nahtoderlebnis. Die durchdrehende, d.h. ewige Transformation \u2013 \u201edes K\u00fcnstlers Versuch, das Infantile zu erhalten\u201c \u2013 schichtet im Animatographen T\u00f6ne und Bilder \u00fcbereinander und macht sie begehbar, in der Trias von Erinnern, Wiederholen und Durchw\u00fchlen.<br \/>\nBilder m\u00f6gen verweisen und Symbolcharakter haben, aber allein k\u00f6nnen sie nicht sprechen!<\/p>\n<p>Im Animatographen f\u00e4hrt das vermeintliche \u201eG\u00f6tterauge\u201c in die Kamera.<br \/>\nDer Animatograph wird zur dunklen Seite der Belichtung.<br \/>\nDer Mensch wird Bild.<br \/>\nDer Animatograph ist die lebende Projektionsfl\u00e4che, \u00dcber- und Gegenraum. Ein Leben wie im Film. Nur die von uns, die sich vom Denken und Handeln befreien, sind f\u00e4hig, das \u201eICH\u201c zu besiegen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\n<em>&#8222;So f\u00fcgt sich zusammen, was immer nur einzeln gesehen wurde. Das ber\u00fchmte Wagner-&#8222;Ich&#8220; zieht sich zur\u00fcck und nimmt den Betrachter beim Bild: &#8222;Ich&#8220; schreitet weiter. Auch ins Museum.<br \/>\n&#8211; Pflichtaufgabe ist es, sich selbst in die gesammelten Bilder zu projizieren, in den Projektionsstrahl, der man selber ist,  einzutreten und den Kreislauf des Animatographen anzutreiben.&#8220; (Christoph Schlingensief)<\/em><br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"25\" border=\"0\"\/><br \/>\nDer Animatograph erz\u00e4hlt unsere Geschichte, die sich dreht und niemals endet. Nach der Oper (Bayreuth), nach der Installation (Island, Neuhardenberg), nach dem Film (L\u00fcderitz\/Namibia) und nach dem Theater (Wien) kreist der Animatograph jetzt erstmals im Museum f\u00fcr bildende K\u00fcnste Leipzig \u2013 parallel dazu zum dritten Mal in Bayreuth, Ende und Anfang\u2026 \u2013 im Fr\u00fchjahr 2007 in Manaus, Brasilien.<\/p>\n<p>J\u00f6rg van der Horst \/ Christoph Schlingensief<br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"..\/images\/dummie.gif\" width=\"1\" height=\"35\" border=\"0\"\/><br \/>\n[\u00d6ffnungszeiten und weitere Projektinformationen im Internet unter www.mdbk.de und www.schlingensief.com] <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christoph Schlingensief zu Gast im MUSEUM F\u00dcR BILDENDE KUNST LEIPZIG. Courtesy of Sammlung Falckenberg<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=109"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlingensief.com\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}