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Area 7: Eine Matthäusexpedition mit Christoph Schlingensief
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Area 7 - Matthäusexpedition mit C. Schlingensief


Das Christentum als mystische Tatsache

Erster ur-animatographischer Vortrag, Wien, 20. Januar 1906

(Mythologie: Dionysos, Kronos, Zeus, Gäa)


Anmerkung: Der Name des Verfassers bzw. des Vortragenden ist nicht überliefert; überliefert jedoch ist, daß die im Text unterstrichenen Passagen vom Vortragenden gesungen wurden, gemäß dem 22. Rezitativ (Baß) der Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach („Der Heiland fällt vor seinem Vater nieder, / dadurch erhebt er mich und alle / von unserm Falle / hinauf zu Gottes Gnade wieder. / Er ist bereit, / den Kelch, des Todes Bitterkeit / zu trinken, / in welchen Sünden dieser Welt / gegossen sind und häßlich stinken, / weil es dem lieben Gott gefällt.“)


Ich versuchte heute vor acht Tagen Heraklit auf der Grundlage des griechischen Mys­terienwesens darzustellen, weil es mir unzweifelhaft erscheint, dass diese Persönlichkeit und deren Weltanschauung nur unter diesem Gesichtspunkt zu verstehen ist. Ich meine, wenn man eine solche Persönlichkeit aus dem fünften Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung vor sich hat und nur eine Reihe fragmentarischer Aussprüche aus seinem Leben zur Verfügung hat, und wenn man sich dann ein Bild der Weltanschauung dieser Persönlichkeit zu machen versucht und diese Weltanschauung von dem Standpunkte, den man gewinnt, wenn man von der gewöhnlichen Philosophie ausgeht, betrachtet, und feststellt, dass man mit dieser Welt­anschauung nichts rechtes anzufangen weiss, während man bei den gleichzeitigen, vorherigen und nachherigen griechischen Philosophen sehr wohl imstande ist, ohne weitere, tiefere Einblicke zum tieferen Verständnis vorzudringen, so muss das stutzig machen, und man muss die Quelle woanders suchen als in der Quelle des Nachdenkens und der reinen Wissenschaft. Ich habe gesagt, dass der Quell, der uns die Ueberzeugung liefert, dass Heraklit aus ungeheuren Tiefen der hellenischen Weltanschauung geschöpft hat, nichts anderes ist als das, was Heraklit andeutet, indem er sagt: Wenn man um sich blickt und das Mysterienwesen so sieht mit den Augen des Laien, so könnte es scheinen, dass das Mysterienwesen nichts besonderes enthält, nichts anderes enthält als einen Kult der Lebenslust, des Sinnengenusses, einen Kult des Dranges nach fortwährender Verjüngung des Daseins. Es ist zweifellos: bei der grossen Masse wurde der Gott Dionysos als nichts anderes verehrt als der Gott der übersprudelnden Lebenslust. Wenn wir uns bei Nietzsche umsehen, so tritt uns diese Dionysos-Gottheit entgegen zwar abgeklärt und tiefsinnig, jedoch nur in derjenigen Gestalt, in der sie der Forscher des Griechentums erblicken kann. Man sieht, welche Vorstellungen man mit dem Gott Dionysos gewinnen kann, wenn man nicht tiefer eindringt.

Ich möchte doch mit ein paar Worten auf die Nietzsche'sche Auffassung des Gottes Dionysos eingehen. Zum ersten Male hat er mit seinem Freunde Emil Rohde, dem Psychologen, durch das neunzehnte Jahrhundert hindurch die Anschauung bekämpft, dass es das Volk der Kindheit sei, das in ewiger Heiterkeit dahinlebt, bei dem das ganze Leben des Tages verlief wie ein Spiel. Sie haben diese Auffassung der Griechen bekämpft, da sie sahen, dass dieses Aufgehen im Schönen, dass dieses Aufsuchen einer spielerischen Tätigkeit ruhte auf einem tieferen Grunde. So kam Nietzsche dazu, die griechische Tragödie, das griechische Kunstwerk nicht, wie man es bis auf Rohde getan hat, sondern in ganz anderer Weise aufzufassen. Bis zu Nietzsche hat man nicht in der richtigen Weise verstanden den Spruch: "Das Schlimmste, was dem Menschen hat passieren können, ist, dass er überhaupt lebt; und das Beste wäre, dass er überhaupt nicht geboren ist. Da er aber geboren ist, so ist es das Beste zu sterben." Diesen Spruch richtig begriffen und das Griechentum so aufgefasst zu haben, ist das Verdienst von Rohde und Nietzsche. Es ist das nicht Pessimismus: "Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik" nennt Nietzsche sein erstes Werk, weil die Musik nur als Symbol für das Schöne gilt, für die Auffassung der Welt als Kunstwerk. Nietzsche hat mit Rohde zusammen den Satz begriffen, dass auch der Grieche nicht im Leben des Alltags seine Befriedigung finden konnte, sondern dass er sich auch erheben musste aus dem unbefriedigenden Dasein. Deshalb sagt Nietzsche, er wollte es betrachten als einen Drang, die Welt nicht so aufzufassen, wie sie uns erscheint, sondern als Kunstwerk. Und als solches ist die Welt zu ertragen, wie wir sie bei den Griechen sehen. Er empfand das Leben, das alltägliche, als Tragödie. Und dann könne man dies nur ertragen, wenn man es im Spiegelbilde sieht. Das, was die Welt als Kunstwerk ist, ist dasjenige, was trösten soll über die Welt des Alltags. Diesen Dienst fasst Nietzsche auf als Dionysoskult. Der Drang nach dem Leben des Scheins, der Abspiegelung war für Nietzsche der Dionysosdrang. Von hier aus geht Nietzsches ganzer Lebensdrang, der sich auch später weiter bei ihm ausbildet. Die Idee von der ewigen Wiederkunft ist nicht zu verwechseln mit der Reinkarnationsidee. Wenn man Nietzsches Idee mit jener zusammenstellt, dann nimmt sie sich sehr öde aus. Nietzsche sagt, dass alles dasjenige, was sich hier vor unseren Augen abspielt, sich schon unendlich viele Male abgespielt hat und sich noch unendlich viele Male so abspielen wird. Die Idee von der ewigen Wiederkunft des Gleichen hat Nietzsche sich herausgebildet aus dem eigenen Leben. Das ist spezifisch Nietzsche'sche Form des Lebensdranges. Diese Nietzsche'sche Idee ist eine nachträgliche Konstruktion, die er gewonnen hat an der Betrachtung der Aeusserlichkeiten.

Wenn wir aber einsetzen an dem Punkte, den wir das letztemal hervorgehoben haben, dass der Dionysoskult nur dann zu verstehen ist, wenn man weiss, dass die Griechen in ihm auch den Gott des Todes, der Unterwelt verehrt haben, dann bekommen wir auch einen Begriff davon, was von Heraklit zu halten ist, der tief eingeweiht war in den Sinn der Mysterienkulte und den Begriff der Mysterienkulte selber hatte, der ihn nämlich befähigte, ein Bild zu geben von jenen grossen Wahrheiten, die dann später bei unseren deutschen Mystikern wieder erscheinen, bei allen, die überhaupt imstande waren, innerhalb der mystischen Vorstellungswelt zu leben. So ist auch der Tod die Wurzel alles Lebens, was auch ausgedrückt ist in dem Satze von Jakob Böhme: "Wer nicht stirbt, bevor er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt." Was ich jetzt sage, soll hineinführen in das, was die griechischen Kulte wollten. Das ist nicht einfach und in Kürze zu sagen.



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Was wir mit Worten aussprechen können von dem, was da noch zugrunde liegt, ist das, was wir bei Aristoteles finden. Da handelt es sich nicht um aussprechbare Erkenntnisse, sondern es handelt sich darum, in den Kulten darin gestanden zu haben, um diese Wahrheiten an sich selbst erlebt zu haben. Wir wissen auch, dass die Leute, welche Mysterien vermittelt haben, sagen, dass der, welcher in die Mysterien eingeweiht war, befreit war von allem Untergang, dass er Teilhaber eines ewigen Lebens war, dass sie die Einweihung als das höchste Glück ihres Lebens preisen. Das tut auch Plato. Und das würde derjenige erkennen, der seine Ideenlehre zu fassen vermöchte, – die aber etwas ganz anderes ist, als was sie gewöhnlich aufgefasst wird. Worum handelt es sich also bei denen, welche eingeweiht waren? Aeschylos war der Vorgänger der griechischen Tragödiendichter. Aeschylos wurde verklagt, dass durch ihn die griechischen Mysterien verraten worden wären. Auf den Verrat der Geheimnisse war der Tod gesetzt. Er wurde auch verurteilt. Nur dadurch konnte er sich retten, dass er nachwies, dass er überhaupt nicht in die Mysterien eingeweiht war. Was bedeutet dieses nun? Ist diese Tatsache so zu nehmen, wie sie uns erzählt wird? Ist er wirklich nicht in die Mysterien eingeweiht gewesen? Wer einigermassen eine solche Ueberlieferung zu deuten weiss, der wird sehen, dass diese Tatsache nicht eine Tatsache ist, sondern eine allegorische Bedeutung hat. Die ganze Tatsache, dass er verklagt wurde, die Mysterien verraten zu haben, und dann den Nachweis lieferte, dass er gar nicht eingeweiht war, ist als Allegorie zu nehmen. Was heisst es, dass Aeschylos tatsächlich in hohem Grade in den Mysterien darinnen stand und auch, soviel man überhaupt von dieser Weisheit wissen kann, eingeweiht war? Und was heisst es: Er hat nachgewiesen, dass er nicht eingeweiht war? Er hat gezeigt, dass das, was er gesagt hat, gar keine Mysterienweisheit war, sich nicht auf die Mysterienweisheit bezog. Der Aeschylos, der eingeweiht war, der konnte nichts verraten. Die Mysterienweisheit war nicht zu verraten. Man konnte von der Mysterienweisheit etwas sagen diesem oder jenem. Aber jeder, der nicht anfängt, wirklich da hineinzukommen, der hört Worte, versteht aber nicht ihren Sinn. Bei Aristoteles handelt es sich nicht um diese oder jene Wahrheit, sondern dass die, welche die Mysterienkulte mitmachen, diese Mysterien leben und als Weisheit in sich aufnehmen. Dann enthüllt es sich als das grösste Geheimnis, das ihnen übermittelt werden konnte, dass überhaupt dasjenige, was man suchen kann, nichts anderes ist als der Mensch selber. Er ist das Höchste und zu gleicher Zeit das Tiefste; er ist das, was sich dem Teilnehmer an der Geheimlehre enthüllt. Es handelt sich nun darum, darzustellen, was es heisst, der Mensch erkenne sich selbst.

Wir werden uns da an die äussere Ueberlieferung halten. Es ist auch daraus ungeheuer viel zu erfahren. Wir können nicht unmittelbar teilnehmen an dem Mysteriösen, wenigstens nicht so, wie man es verstand, wenn man im Griechischen davon sprach, das Geheimnis sei der Mensch. Diese Lehre, so wurde gesagt, sei eine verderbenbringende Wahrheit. Sie wurde so angesehen, dass sie alles das, was an griechischen Glaubenswahrheiten existierte, zerstöre. Das ist es, was da betont wird. Sie dürfe nicht ins Volk gebracht werden, weil sie geeignet sei, die ganzen alten Gottheiten zu stürzen. Wir hören, dass etwas getan wird, was die ganze Götterwelt zu zerstören geeignet war.

Nun, halten wir uns an die Mysterienwahrheiten. Wenn diese geeignet sein sollen, diese religiöse Welt des Volkes, diese Götterwelt zu zerstören, so mussten sie doch in gewisser Beziehung zu derselben stehen. Sie hatten auftreten können und mussten in irgendeiner Beziehung stehen, und sie standen auch in einer Beziehung. Wenn wir uns klar sind. wie das Verhältnis von Mysterien und religiösen Vorstellungen ist, so können wir innerhalb unserer eigenen Weltanschauung von unseren trivialsten Begriffen ausgehen.

Wir hören immer, dass der Mensch die Vorgänge aus der Um(gebung) anthropomorphosiert, vermenschlicht. Das geht auch gar nicht anders. Man sagt, dass der Heide Donner und Blitz vermenschliche, dass er den Wechsel von Tag und Nacht wie einen Götterkampf ansehe, er stelle sich vor, dass die Götter nur so wie die Menschen miteinander in Beziehung stehen. Dadurch vermenschlicht sich die Natur. Der Mensch vermenschlicht sie. Wenn wir zu wissenschaftlichen Vorstellungen fortschreiten, so können wir gar nicht anders. Oft wissen wir gar nicht, dass wir dies tun.

Der Naturforscher wird nicht die Sonne als Licht vorstellen. Er hat durchgesiebte Vorstellungen. Sie sind aber so fein geworden, dass er nicht mehr merkt, dass er auf der Stufe der heidnischen Mythologie steht. Als Beispiel sei die Vorstellung des Stosses gewählt. Die Atome stossen sich im Raum. Das sieht sehr naturwissenschaftlich aus, sehr fortgeschritten. Wenn wir aber bis auf den Stoss zweier Körper zurückgehen, so ist das nichts anderes als Vermenschlichung. Wir übertragen unsere subjektive Kraft auf das Wesen ausser uns, wenn wir uns nur klar sind und nicht mehr gegenwärtig halten, wie wir die Vorstellungen aus der Natur genommen haben. Alles das ist nicht bloss rohe Beschreibung, rohe Aufzählung dessen, was das Auge sieht: Eine Kugel rollt bis hierher und trifft da eine andere, dann bleibt diese stehen und die andere rollt. Wenn Sie nun einen weiteren Schritt fortschreiten, dann haben Sie die Natur vermenschlicht, dann haben Sie das gleiche getan wie die heidnischen Forscher. Wir haben in der Naturwissenschaft solche Vermenschlichung vor uns. Der Mensch setzt seine eigne Natur in die Welt hinaus als reine Tatsachen. Wir müssen daran festhalten, dass in der heidnischen Religion und in den wissenschaftlichen Vorstellungen, indem wir von der Aussenwelt reden, wir von nichts anderem reden, als dass wir unser eigenes Innenleben in die Aussenwelt und diese in unsere Innenwelt hineingraben und dann die ganze Innen- und Aussenwelt als Harmonie uns entgegenkommen sehen. Wenn wir also die Aussenwelt verständlich und verehrungswert machen wollen, so ist das unsere Innenwelt.

Alles, was ich gesagt habe von der Vermenschlichung der Aussenwelt, liegt in der Religion, ist das, was ich als Vorstellung der grossen Masse bezeichnet habe und über das der Mensch hinauskommen wollte. Ist das, was Heraklit gewollt hat, etwas anderes? Es ist etwas, was in einem gewissen Gegensatz steht, von dem Gesichtspunkte der Weltanschauung aus. Die Mysterien sind etwas ganz anderes, etwas genau Entgegengesetztes gegenüber den exoterischen Religionen, welche die Welt so ansehen, wie ich es eben beschrieben habe. Die Mysterien fangen mit einfachen Wahrheiten, mit einfachen Erkenntnissen an, so dass auch für diese gilt, was ich gesagt habe. Ich meine, die einfache Wahrheit, sei es primitive Religion oder Wissenschaft, entspringt aus dem Zusammenfliessen von Geistigem und Materiellem, von dem subjektiv in uns Liegenden und von dem aussen Liegenden. Diese erste Wahrheit muss der Mensch sich klarmachen. Fühlt er diese Wahrheit, dann muss er fragen: Wie erblicke ich dasjenige, was ich aus den Vorstellungen als Wahrheit suche, in seiner reinen Gestalt? Auf dieser Vorstufe habe ich mir die Welt vermenschlicht. Nun muss ich dasjenige, was ich in mir verunreinigt habe mit dem wirklichen Dasein, mit dem in der äusseren Welt Daseienden, in seiner Reinheit schauen. Nun beginnt die grosse Klippe, dass es nun möglich ist, dass Sie versuchen, aus dem mit dem Inhalt der Sagenwelt erfüllten Weltbild herauszukommen, dass Sie aber überhaupt nichts sehen. Das ist deshalb, weil der Mensch sich sagt, er sieht nichts anderes als Graues, Abstraktes, Allgemeines. So wie einer, dessen Augen nicht dazu taugen, Farben zu sehen, die Welt grau in grau, also nicht in Farben sieht, so verhält es sich mit demjenigen, der über die erste Stufe hinweggekommen ist und noch einen Inhalt behalten will, auch wenn er nicht mehr seine Sinne, seine Augen und Ohren zu Hilfe nimmt.

Die ganz grosse Frage ist also die, und eine Persönlichkeit wie Heraklit muss sie sich stellen: Wenn ich absehe von allem, was ich durch die Sinne habe, habe ich dann überhaupt noch einen Inhalt? Und wenn ja, dann kann dieser kein sinnlicher, sondern nur ein geistiger Inhalt sein. Diese Gabe nennt man Intuition, Genie, Gnade und so weiter. Aber die Grundstufe ist diese, die Möglichkeit sich zu verschaffen, wenn die ganze äussere Welt, die mit Augen und Ohren wahrgenommen wird, wegfällt, dann noch etwas zu erleben.

Hier handelt es sich um ein richtiges Verständnis des Wortes: Erleben der Erkenntnis. Erleben heisst, die Erkenntnis nicht gewonnen zu haben durch äussere Sinneseindrücke, auch nicht durch religiöse, sondern die geistige Erkenntnis in seinem Innern aufleuchten zu lassen, wiedergeboren werden zu lassen aus dem Innern heraus einen Bewusstseinszustand, welcher gegenüber dem alltäglichen ein höherer ist und der zugleich das hat, dass er den gewöhnlichen Bewusstseinszustand verschlungen hat, dass der nicht mehr da ist, sondern auf höherer Stufe wieder geboren sich findet. Er ist geistig wiedergeboren, und das ist ein innerer Bewusstseinszustand. Wenn er dann aber ein solcher Bewusstseinszustand geworden ist, dann muss er denselben Prozess nochmals durchmachen, er muss den Prozess vom äusseren Weltbild zum inneren Weltbild nochmals durchmachen, er muss nochmals geboren werden. Und wenn dies stattgefunden hat, dann wird er nicht mehr als Mensch geboren, sondern auf der höheren Stufe, wo der Mensch nicht mehr Einzelwesen ist, sondern bewusst ist dessen, was über jedem einzelnen Ding leuchtet, über allem leuchtet, – und dass dieses Licht ein Licht ist, wovon Heraklit sagt: Nun weiss ich alles. – Er wollte damit nicht sagen, dass er alle Einzelheiten weiss, sondern nur, dass er einen Bewusstseinszustand erreicht hat, wo nicht der persönliche Mensch, sondern das Auge des Urmenschen sieht.



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Wir haben also drei Stufen zu unterscheiden: 1. das gewöhnliche Weltbewusstsein, durchsetzt mit den Sinneswahrnehmungen, 2. das Bewusstsein, das zwar auch noch sinnlich ist, das aber das Sinnliche niedergekämpft hat, 3. das rein geistige Bewusstsein, in dem der Mensch noch sieht Erloschenes und Verschlungenes. Alles Wahrnehmen ist eins geworden mit der Allwahrnehmung. Diese drei Zustände haben Heraklit und Genossen im Auge gehabt, im Auge gehabt als gelebte Zustände, die sie wirklich durchgemacht haben.

Wie stellen wir uns diese rein innerlich erlebten Zustände vor? Wir müssen sie uns ganz anders als in Raum und Zeit denken. Man darf nicht mehr sagen: das ist der und das ist jener Mensch. In diesem dritten Bewusstseinszustand ist nicht die Rede von einer Mannigfaltigkeit, sondern nur von dem Allbewusstsein, welches in jedem einzelnen lebt – sieht.

Dieses Erleben haben nun Heraklit und seine Genossen auch in den gewöhnlichen Vorstellungen des Volkes, in dem gewöhnlichen Weltbild. Aber das gewöhnliche Weltbild verhält sich jetzt in umgekehrter Weise zu diesen inneren Erlebnissen, wie sich früher diese inneren Erlebnisse zu den äusseren Vorgängen in der Welt verhalten haben. Wenn nun Heraklit und seine Genossen (die, welche diese Erlebnisse hatten) ins Volk kamen, so trat ihnen entgegen die Götterlehre, wie wir sie bei Hesiod, Homer finden. Sie sprachen davon, dass Götter vorhanden waren. Sie sprachen von Uranos und davon, dass dieser ein Weib hatte, die Gäa, dass dieses Götterpaar dann abgelöst wurde von Kronos und Rhea – nicht ohne dass diese jene besiegt haben. Als drittes Götterpaar haben wir Zeus und Hera dadurch, dass Zeus gerettet wurde und seinen Vater Kronos besiegte. Wir sehen also eine Reihe von griechischen Göttergeschlechtern. Sie bilden den Inhalt des griechischen Götterbewusstseins. Dieses Götterbewusstsein verhält sich zu dem inneren Erleben der Mythen umgekehrt wie die äusseren Tatsachen zu den inneren. Während die äusseren Tatsachen heraufgehoben werden, so dass sie mit den geistigen verschmelzen, entstehen diese dadurch, dass das alles allmählich heraufkommt und nur hinausprojiziert wird in die Welt und dass dann in den Göttererlebnissen nichts anderes sich spiegelt als die inneren Erlebnisse.

Uranos und Gäa sind das erste Bewusstsein. Es wurde verschlungen vom zweiten Bewusstsein, von Kronos und Rhea, und das dritte ist das allgemeine Weltlicht, das im Menschen aufleuchtet, das seine äussere Projektion hat in Zeus und Hera, welche alle früheren Göttergeschlechter in Nacht versinken lassen. So wie das einzelne Bewusstsein versinkt in der Nacht, so versinken diese. Wie das Einzelbewusstsein in die Aussenwelt getaucht wird, so diese in die innere. Genau der entgegengesetzte Vorgang liegt vor. Daher treten die Götterlehren zunächst als etwas auf, was derjenige nicht kennt, der sie nur als Götterlehre vor sich hat, gerade so wie der, welcher träumt, nicht den Ursprung des Traumes kennt, sondern nur den Traum kennt. Wer nur die Traumbilder sähe, würde sie mit Recht für Wirklichkeit halten. Wer nur in der äusseren Projektion lebt, der kann sie für Wirklichkeit halten. Und mit Recht. Wer sie aber durchschaut hat und sieht, dass sie nichts anderes sind als Projektionen, der wird sie nicht mehr für Wirklichkeiten halten.

Deshalb ist das Mysterienwesen eine sinnvolle Allegorie. Dem Mysten ist tot die Götterwelt. Der Mysterienkult stellt dar die Götterdämmerung. Die äussere Göttervorstellung ist da innerer Bewusstseinszustand. Was die äussere Göttervorstellung verbrennt und sie als rein geistigen Bewusstseinszustand wieder erscheinen lässt, dieses Urelement der Welt ist dasjenige, was auch Heraklit gekannt hat, es ist dasjenige, was er und seine Gesinnungsgenossen das Feuer genannt haben, das den grossen Weltenbrand bewirkt. Die Götterdämmerung besteht darin, dass alles verbrannt wird, um es aufzulösen und auf einer höheren Stufe wieder erscheinen zu lassen.

Wenn wir unseren inneren Bewusstseinszustand betrachten, so haben wir immer zweierlei vor uns. Zuerst haben wir zu betrachten den Inhalt dessen, was in uns lebt, und dann haben wir das Augenmerk zu richten auf dasjenige, was den Inhalt in sich aufnimmt. Mit anderen Worten: Wir haben zu unterscheiden das Geistige, das von uns aufgenommen und immer auf höherer Stufe wiedergeboren wird, und die Kraft, die hinter dieser Tätigkeit des Gebärens und Wiedergebärens steht. Wir haben die Geistigkeit auf der einen Seite und das Bewusstsein auf der anderen Seite. Wir haben zu unterscheiden die Welt und die Sinne, die diese Welt erfassen, und dann die im Geiste wiedergeborenen Sinne und das Bewusstsein selber. Das Bewusstsein selber und das, was auf der höchsten Stufe des Bewusstseins steht, ist dasselbe, was gesehen wird. Auf der höchsten Stufe sind sie ein und dasselbe. Wir haben immer diese zwei Kräfte, diese zwei Potenzen zu unterscheiden. Dasjenige, was den Inhalt bildet, was erfüllt das Bewusstsein, und dasjenige, in das dieser Inhalt untertauchen muss und durch das er eben wiedergeboren wird.



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Für diesen inneren Vorgang, für diese Spaltung des Geisteslebens in zwei Potenzen hat auch die griechische Götterwelt eine Personifikation, einen klaren Ausdruck. Wir müssten sonst verwundert sein, warum diese griechische Götterwelt neben den Gott immer die Göttin stellt, zum Beispiel neben den Uranos die Gäa. Wenn wir bloss in der äusseren Ethologie bleiben, so finden wir keinen richtigen Grund dafür. Wir dürfen uns die Sache aber nicht so oberflächlich vorstellen. Wir müssen uns klar sein darüber, dass bei dem Projizieren des inneren Bewusstseins in die Aussenwelt auch diese Tatsache, dass wir es mit zweierlei Kräften, mit zwei Potenzen zu tun haben, in das Bewusstsein eintritt als das, was wieder verschlungen, und  das, was wiedergeboren wird. Diese Tatsache drückt sich in den zwei Geschlechtern aus, in Uranos und Gäa, Kronos und Rhea, Jupiter oder Zeus und Hera. Das Weibliche in der Mythologie bedeutet nichts anderes als Bewusstsein. Ein Weib, wenn es in der Mythologie vorkommt, bedeutet Bewusstsein.

Das Männliche bedeutet dasjenige, was vom Bewusstsein aufgenommen wird. Das Weibliche ist immer das Treibende. Das Weib ist das, was Zeus rettete. Ebenso ist das Bewusstsein das eigentlich Treibende, es ist das, was die verschiedenen aufeinander folgenden Zustände hervorruft. Nun werden wir auch begreifen, warum das tiefste Geheimnis, das Symbol des tiefsten Geheimnisses, welches den in die Mysterien Eingeweihten geboten wurde, sich als der Mensch darstellt. Das ist nichts anderes als die höchste Entwicklungsstufe des Bewusstseins. Dann hat er dieses "Erkenne dich selbst" für sich beantwortet. Daher muss ihm der Mensch auch als die symbolische Lösung des Welträtsels gelten. Und dieser Mensch, der ihm da entgegentritt, war nicht mehr zweigeschlechtlich, sondern eingeschlechtig. Es ist geradeso wie mit dem Inhalt des Bewusstseins und dem Bewusstsein, das sich ihm immer als zweigeschlechtig entgegengestellt hat. Wie dieses sich dann als eingeschlechtig darstellt, so stellt sich dann im Bewusstsein auch keine Sonderung mehr dar, sondern es ist so, um es mit den Worten des Meister Eckhart auszudrücken, dass das, was sieht und gesehen wird, ein und dasselbe ist. Das Urwesen sieht sich selbst. Es hat nur noch mit sich selbst zu tun. Darin stellt sich die höchste Lösung des Welträtsels dar als ein Wesen, das männlich und weiblich zu gleicher Zeit ist.

Das sind die verschiedenen Anhaltspunkte, die uns klar und deutlich zeigen, dass wir es mit einer Projizierung der inneren Bewusstseinszustände zu tun haben. Dazu kommt noch der Dionysos-Mythos, der seinen Weg über verschiedene Wege gemacht hat. In Aegypten besonders haben wir es mit dem Osiris- und Isis-Mythos zu tun. Wir können da aber nicht auf Einzelheiten eingehen. Dionysos ist der Sohn der Persephone. Persephone ist die Tochter der Demeter (das sind nichts anderes als Bewusstseinszustände); wird von den Titanen überwunden und zerstückelt. Nur das Herz wird gerettet. Das Herz belebt der Zeus wieder. Die Glieder des Dionysos, des Bruders der Persephone, werden begraben, und aus diesen entstehen die Menschen. Wir sehen also, dass dieser Mythos den Menschen zusammenschliesst mit der höchsten Gottheit, das heisst nichts anderes als mit seinem Bewusstsein. Persephone ist eine Tochter der Demeter und diese eine Tochter des Kronos. Aus dem unteren Bewusstseinszustand geht ein höherer hervor. Dieser stellt sich uns dar in der Demeter. In der Persephone stellt sich uns eine noch höhere Stufe des Erkennens dar. Aus dieser hochentwickelten Stufe geht das Bewusstsein des Menschen, die Antwort auf die Frage "Erkenne dich selbst" hervor. Aber diese Antwort ist eine so ungeheure Kluft, stellt sich dar als so unbegreiflich, dass der Mensch sie nicht ertragen kann, dass der Mensch zunächst den Menschen, den er begreift, zerstückelt, das heisst dass er den Menschen zu begreifen sucht im allgemeinen Weltbewusstsein.

Aus dem allgemeinen Weltbewusstsein, aus den Naturerscheinungen heraus erbaut er sich erst wieder den Menschen. Er muss diesen ersten Menschen, der ihm die Fragen überliefert hat, erst begraben in die Welt und muss dann aus dem ganzen Weltbewusstsein den jüngeren Dionysos aufbauen. So wird dieser von Zeus aus den Stoffen des alten gerettet. Nichts anderes ist darin ausgedrückt als die verschiedenen Erlebnisse, die verschiedenen Verwandlungen, die sich in einzelnen griechischen Mythen ausdrücken. So begreifen wir nun, warum die Erkenntnis der griechischen Mysterienwelt bedeutet hätte den Tod der äusseren Volksvorstellungen.

Wir müssen uns auch klarmachen, dass nur der reif war, die Götter zu überwinden, welcher diesen inneren Bewusstseinszustand durchmachen konnte. Man musste selbst erleben den Dionysos, selbst zerstückelt sein und zusammensuchen die Stücke, um den jüngeren Dionysos wieder zusammenzusetzen. Dieses dem zu überliefern, der auf dem äusseren Standpunkte steht, wäre Gift gewesen für ihn und damit für die grosse Menge. Man hätte ihnen nur etwas genommen, was man ihnen nicht hätte ersetzen können. Hätte man ihnen die Götter genommen, sie wären vor dem absoluten Nichts gestanden. Nichts anderes hätte ihnen andere Göttervorstellungen, andere Gebote gegeben. Das zeigt uns der Ausspruch des Aeschylos: Es ist unmöglich von den Dingen zu sprechen und von den Dingen etwas zu erraten oder zu verraten. Die Geheimnisse, sagt er, wären nur ein Mitteilen von Dingen, die man nur erleben, nicht in Worten ausdrücken kann. Das, was man in den Mysterien ausdrückt, ist Projektion des Inneren nach aussen. Das war der Drang, den Menschen zu erkennen, das Aufleuchten der grossen Frage "Erkenne dich selbst", das des Menschen grösstes Rätsel der Mensch war.



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Zu gleicher Zeit war damit verbunden die grosse Vernichtung dieser Grundvorstellung vom Menschen, diese Zergliederung und Zerstückelung des Dionysos in die Welt, das Sammeln desselben und sein Wiedergeborenwerden auf einer höheren Stufe des Daseins. Wenn man eine solche Auffassung hat, dann wird manches verständlich, was sonst eigentlich nur wie leere Worte klingt und nicht verstanden werden kann. Alles muss als Tatsache aufgefasst werden. Es gehört zu den schwersten Aufgaben des Lebens, die Einzelheiten wieder zusammenzubringen. Das ist nichts anderes, als was die griechischen Mysten ausgedrückt haben mit den Worten: Und das, was Goethe in seinem "Faust" ausdrückt, ist fast dasselbe: "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis". Er meint damit nichts anderes, als dass die Welt des Sinnendaseins für denjenigen, der den Weg zu einem höheren Bewusstsein antritt, nur ein Gleichnis ist. Diese Welt geht unter. "Das Unzulängliche, hier wird's Erreichnis, das Unbeschreibliche, hier ist's getan", das heisst das, was man nicht beschreiben kann, sondern erleben muss, hier ist's getan. Ein besonderes Licht fällt dann über das Schlusswort des Chorus mysticus: "Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan". Das Ewig-Weibliche heisst nichts anderes als der obere Bewusstseinszustand, das Bewusstsein selbst. Und in der ganzen griechischen Mythologie wurde unter dem Bilde der Göttin, unter dem Bilde des Weibes vorgestellt dieses Hinanziehen von einem Bewusstsein zum anderen. Dieses Hinanziehen drückt Goethe mit jenen Worten aus. So geleitet ihn die Stufe von Heraklit zum Mysterienwesen, und die Stufe von Heraklit gewonnen zu haben bedeutet für ihn, die erste Stufe zum Mysterienwesen selbst gewonnen zu haben. Er glaubt gezeigt zu haben, wenn Heraklit sagt: Die Welt ist aus Feuer entstanden, – so bedeutet das gar nichts anderes als: die Welt ist aus dem Mysterium entstanden. Und das Mysterium wendet den Begriff vom Verhältnis des Werdens und Vergehens immer um, nämlich so, dass das Vergängliche in das Unvergängliche untertaucht. Und nun dreht das Bewusstsein das um. Die Welt muss umgeschmolzen werden im Feuer, um durch sein Bewusstsein in das Innerste des Bewusstseinszustandes unterzutauchen. Für den, der nach aussen sieht, gebiert die Materie das Weibliche, alles, was Kraft, Gestalt, Form, mineralisches Sein ist. Durch Paracelsus haben wir einen Uebergang. Nikolaus Cusanus ist der Vorläufer der modernen Weltanschauungen. Er hat zu gleicher Zeit eine tiefe Welterkenntnis. Die Gegensätze lösen sich immer auf der nächsthöheren Stufe auf. Das ganze Wissen ist Vernichten, um auf höherer Stufe wiedergeboren zu werden. Der ganze Prozess wird gleichsam nochmals von hinten beleuchtet. Die, welche sich in den Wissenschaften verlieren, zerflattern zu leicht. Heraklit hat nicht so viel zu überwinden gehabt wie Paracelsus. Fichte hat den Pantheismus überwunden und kommt so zu einer inneren Anschauung. Die hat auch Schelling gehabt. Seine "Mythologie" ist die bedeutendste Schrift, die wir heute lesen können. Bei der "Theologia deutsch" ist die Sprache alt geworden.




Materialübersicht zu Schlingensiefs Matthäusexpedition

- Area 7 Programmheft - Das 96seitige Programmheft zur Area 7 als PDF
- Schlingensief at Burgtheater Wien - Artikel aus dem ARTFORUM 05/2006
- Bazon Brock: "Eine großartige Tat!" - Bazon Brock in AREA7, 20. Jan. 2006
- Area 7 Bildergalerie II - Eindrücke der Matthäusexpedition in Wien (Mai 2006)
- Area 7 Bildergalerie I - Eindrücke der Matthäusexpedition in Wien (Jan. 2006)
- Area 7 Panorama I - Panoramafotografie der Area 7 Installation
- Area 7 Panorama II - Panoramafotografie der Area 7 Installation
- Erklärung der Ausstellung - Projekterklärung und Hintergrund zur Area 7
- Das Christentum als mystische Tatsache - 1. Ur-Animatographischer Vortrag
- Christoph Schlingensief: Wegweiser XII - Schlingensief zum Area 7 Projekt
- Hymiskvida - „Das Lied von Hymir” - Eine Götterdichtung der Edda
- Gylfaginning - "Gylfis Täuschung" - Eine Götterdichtung aus der Snorra-Edda
- Burgtheater Wien - Webseite der Burg, Programm und Kartenreservierung
- Animatograph Island Edition - Dossier zur ersten Station des Animatographen
- Animatograph Deutschland Edition - Der Animatograph in Neuhardenberg
- Animatograph Afrika Edition - The African Twintowers, der Ring 9/11
- Area 7 Pressemeldung - Pressemeldung zum Start des Area 7 Projektes

Area 7 Dossier

- Programmheft (PDF)
- Pressemitteilung
- Projekterklärung
- Ur-Animatogr. Vortrag
- Schlingensief: Weg XII
- Edda Hymiskvida
- Edda Gylfaginning
- Vortrag Bazon Brock

Bilderstrecken

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- Area 7 Galerie Mai

Area 7 Pressespiegel

- ARTFORUM 05/2006
- Süddeutsche, 24.01.06
- FR, 22.01.2006
- Salzb. Nachr., 21.01.
- Salzb. Nachr., 21.01.
- Falter 04/2006
- Die ZEIT, 26.01.06
- Die Welt, 20.01.06
- FAZ, 20.01.06
- Wiener Zeitung, 20.01.
- Die ZEIT, 19.01.2006
- Der Standard, 20.01.06
- FALTER, 18.01.2006
- Tirol. Zeitung, 17.01.06
- APA, 16.01.06
- Die Bühne, Jan. 2006
- News, 15.01.2006
- FORMAT, 15.01.06
- FAZ, 14.01.06
- Die Presse, 13.01.06
- Der Standard, 12.01.06
- Berliner Zeitung, 24.01.
- Der Standard, 11.01.06
- Der Standard, 16.12.05

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Externe Links

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Eine Matthäusexpedition mit Christoph Schlingensief

Mit: Karin Witt, Irm Hermann, Jovita Domingos-Dendo, Patti Smith, Klaus Beyer, Christoph Schlingensief, Bernhard Schütz, Hermann Scheidleder, Björn Thors, Horst Gelonneck, Robert Stadlober, Karin Lischka, Abate Ambachev, Dirk Rohde

Burgtheater Wien
Erste Expedition am
20. Januar 2006


Leitung:
Christoph Schlingensief

Kostüm: Aino Laberenz; Konstruktion: Thekla von Mülheim, Tobias Buser; Dramaturgie: Jörg van der Horst, Joachim Lux, Henning Naß; Video/Schnitt: Kathrin Krottenthaler; zusätzliches Video/Schnitt: Meika Dresenkamp; Sound: Uwe Altmann; Regieassistenz: Barbara Nowotny, Sophia Simitzis; Konstruktionsassistenz: Andrea Flachs; Kostümassistenz: Dagmar Bald, Veronika Mund; Videoassistenz: Marlene Prainsack; Regiehospitanz: Michael Csar, Sarah Wulbrandt; Konstruktionshospitanz: Gabriela Neubauer; Dramaturgiehospitanz: Katharina Zobler; Webdesign: Patrick Hilss

Musiker: Klaus Falschlungerer, Perry Wurzinger, Gerhard Rosner, Muriel Stadelmann, Erik Bilic-Eric, Begleitmusiker Patti Smith: Clementine Gasser, Lenny Dickinson, Andreas Radovan

...sowie die Klasse "Kunst in Aktion" der HBK Braunschweig: Alexandra Heide, Ellen Druwe, Yingmei Duan, Eun Hye Hwang, Tina Kramer, Franziska Pester, Dorothea von Stilfried, Malte Struck, Dennis Feser, Axel Loytved, Mirko Winkel

Inspizienz: Roman Dorninger; Techn. Leitung: Christian Venghaus; Ton: David Müllner, Florian Pilz; Video/Burg: Andreas Ryba, Stefan Göbl; Requisite: Martin Dürr; Bühnenmeister: Gerhard Weese