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Foto: Aino Laberenz
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Schlingensief: Willkommen im "Parsipark"!


Unermüdlich treibt Christoph Schlingensief seine Reise- und Dreharbeiten am Gesamtkunstwerk voran: Eine Zwischenlandung in Neuhardenberg

Der Standard, 31.8.2005

Joachim Lange Es gab Zeiten, da hat Christoph Schlingensief vor der Bundestagswahl eine Partei gegründet und mit dieser Chance 2000 genau die Chance genutzt, die er nicht hatte. Heute beschränkt er sich tagespolitisch auf Zwischenrufe – in Interviews, die untrennbar mit seinen Aktionen verbunden sind. "Fahnenflucht 2010" müsste eine solche Partei heute heißen, sagte er kürzlich, bleibt mit seiner mobilen, gerade in Köln stationierten Church of Fear, der "Kirche der Angst", mit einem Fuß dann doch in der Politik, zumindest an ihren unterirdisch sprudelnden mentalen Quellen. Und lädt in den Wald nach Neuhardenberg.

Das liegt räumlich zwischen Berlin und Frankfurt/Oder, historisch liegt es zwischen preußischer Überlebensreform, finaler Weltkriegsschlacht, DDR-Regierungsflughafen und intellektuellem Nobel-Nachwenderefugium in der Regie der Sparkassenstiftung. Im Universum des Christoph Schlingensief aber lag es an den beiden letzten Wochenenden irgendwo zwischen Bambiland-Burg, Parsifal-Bayreuth und Odin-Island, heißt Animatograph, ist begehbar und besteht rigoros auf der Autonomie von Kunst. Inklusive ihrer Selbstbezüglichkeiten und Grenzüberschreitungen, die bei allem, was Schlingensief macht, zu den Essentials gehören.

Bevor die Busse vom Schloss zum Flugplatz fuhren, sammelte sich die Fan-Gemeinde wie zur Klassenfahrt. Viele kamen aus Berlin – und sogar die Rock-Ikone Patti Smith war da. Man freute sich über die persönliche Begrüßung durch den gut aufgelegten Meister und seine Erläuterung des Lageplans für seine begehbare Installation im märkischen Wald, einem Panoptikum der Selbstzitate und Assoziationswürfe, in dem er sich immer noch selbst am besten zurechtfindet.

Hinter den Hangars dann rief der Muezzinlautsprecher vom Schornstein-Minarett zum Dauer-Angstquieken beim Schweineschlachten aus dem Unterholz, sprangen Comicnazis unter den Einweisern herum, spendeten schaurig schöne Wohnzimmerstehlampen Licht an den preußischen Waldwegen und konnte man in Bruchstücken der Bayreuther Parsifal-Installation herumklettern, inklusive "Gastspiel" der schwarzen Urmutter zu voll dröhnender Erlösungsmusik in der miefigen Barackenruine.

Mit Projektion des verwesenden Hasen, versteht sich, und mit Filmschnipseln von der Götter- und Mythenexkursion nach Island, einem Hitler-Stalin-Porno und einer zerhackerten Adorno-Ansprache und mit einem Klingsor, der in der Nasa-Garage an seiner Zauberreich-Auflösungsrakete werkelt. Wer "richtiges" Theater will, musste es schon selber machen.

Wer noch nie etwas von Schlingensief gehört oder gesehen hat, könnte dieses "Ende des wohltemperierten Theaters und Beginn der animatographischen Befreiungspolitik" (so ihr Erfinder) für einen Waldspaziergang mit Geisterbahnschabernack halten. Wer sich aber mit kindlicher Naivität oder als Reisebegleiter der Karawane Schlingensief auf diesen zwei-, dreistündigen Ausflug einließ, der hört in diesem "Parsipark" den deutschen Wald rauschen. Das klingt dann so wie der Erlösungszauber aus Wagners Parsifal.





Materialübersicht zum Animatograph Odins Parsipark

- Odins Parsipark - Erste Eindrücke von der Premiere am 19. August 2005
- Der Animatograph - Das Programmheft zu Odins Parsipark (PDF)
- Beim Gruppensex mit Stalin - Salzburger Nachrichten vom 01.09.205
- Interview - Christoph Schlingensief im Gespräch mit Gerhard Ahrens
- Der tote Hase und die Bilder - Frankfurter Rundschau vom 22.8.2005
- Die Auferstehung des faulenden Fischs - FAZ vom 22.8.2005
- Vom Baum der Erkenntnis geschnitten - Berliner Zeitung vom 22.8.2005
- Nichts geht verloren - Die Tageszeitung vom 22.8.2005
- Der Zauberwald ist ein Totenacker - Die Welt vom 22.8.2005
- Willkommen im Parsipark - Der Standard vom 31.8.2005
- Wo sich Führer und Hase gute Nacht sagen - SZ vom 23.8.2005 (PDF)
- Alles dreht sich - Der Tagesspiegel vom 21.8.2005
- Götter im märkischen Wald - Sächsische Zeitung vom 22.8.2005
- Friedfertiger Krach - Berliner Morgenpost vom 22.8.2005
- Christophs Götter Geisterbahn - Maerkische Allgemeine vom 22.8.2005
- Unter die Oberfläche schauen - Märkische Oderzeitung vom 18.8.2005
- Odins Parsipark - Erste Bilder von den Dreharbeiten in Neuhardenberg
- Der Animatograph - Skizzen von Meika Dresenkamp & Kathrin Krottenthaler
- Odins Parsipark - Anleitung zum Selbstritual
- Odins Parsipark Pressemitteilung - Alle Informationen zum Parsipark
- Vorabbericht - Der Animatograph Deutschland Edition
- Pressemappe - Auswahl von Bildern in drucktauglicher Größe (ZIP
- Muezzin: Die Feigenbäume - Aus dem Koran (PDF)
- Pressemitteilung der NASA - Die Mondlandung der USA (PDF)
- Parsipark Plakat - Plakat zur Deutschland Edition des Animatographen (PDF)
- Animatographie als demokratische Projektion - von Jörg van der Horst (PDF)
- Stiftung Schloss Neuhardenberg - Offizielle Homepage der Stiftung
- T-B A21 - Homepage der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary

Parsipark Dossier

- Programmheft zum
   Parsipark
(PDF)
- Interview von
   Gerhard Ahrens

- Anleitung zum
   Selbstritual

- Pressemitteilung
- Vorabbericht
- Muezzin: Die
   Feigenbäume
(PDF)
- Pressemitteilung
   der NASA
(PDF)
- Parsipark Plakat (PDF)
- Animatographie als
   demokratische
   Projektion
(PDF)

- Pressemappe:
   hochaufgelöstes
   Bildmaterial
(ZIP)

Bilderstrecken

- Die Premiere
- Dreharbeiten zu
   Odins Parsipark

- Planskizzen

Pressestimmen

- Salzburger Nachr.
- Frankfurter R. (PDF)
- FAZ (PDF)
- Berliner Ztg. (PDF)
- Tageszeitung (PDF)
- Die Welt (PDF)
- Der Standard (DOC)
- Süddeutsche (PDF)
- Tagesspiegel (PDF)
- Sächsische Ztg. (PDF)
- Berliner Mopo (PDF)
- Märkische Allg. (PDF)

- Radiokritik DLF,
   WDR, RBB
(MP3)

Verwandte Projekte

- Animatograph
   Island Edition

- Animatograph
   Afrika Edition


Externe Links

- Stiftung Schloss
   Neuhardenberg

- tba-21 Homepage






 


DER ANIMATOGRAPH – ODINS PARSIPARK
Kampf der Götter – Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Deutschland-Edition – »Midgard -> Ragnarök / Götterdämmerung«

Erste ur-animatographische Installation mit sechs Aktionen

Stiftung Schloss Neuhardenberg
19., 20., 21., 26., 27., 28. August 2005


Regie:
Christoph Schlingensief

Bühne: Tobias Buser; Aufbau, Technik: Udo Havekost, Harry Johansson; Kostüme, Fotos: Aino Laberenz; Requisite: Markus M. Thormann; Video: Meika Dresenkamp, Kathrin Krottenthaler; Dramaturgie: Jörg van der Horst; Regieassistenz: Hedwig Pottag; Kostümassistenz: Lisa Kentner; Internet: Jens Gerstenecker; Künstlerische Beratung: Henning Nass; Produktionsleitung: Celina Nicolay

Darsteller:
Björn Thors, Sachiko Hara, Klaus Beyer, Karin Witt, Horst Gelloneck, Maria Baton, Helga von Paczenski, Achim von Paczenski, Andrea Erdin, Jürgen Drenhaus

Und erstmals, als
Wernher von Braun: Markus M. Thormann

Technik: Matthias Warias; Ton: Jens Voigtländer; Video-Technik: Jens Crull; Beleuchter: Hans Wiedemann; Licht: Voxi Baerenklau

Produktion: Kristjan Schmitt; Produzent: Martin Siebert; Technische Leitung:Thomas Schröder; Hospitant: Johannes Maxim Zarnikow; Produktionsfahrerin: Julia Egloff; Betreuer Horst: Rainer Lembke, Björn Drese


Eine Produktion der Stiftung Schloß Neuhardenberg und von Christoph Schlingensief in Zusammenarbeit mit Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Vienna