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Foto: Aino Laberenz
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Fickcollection, A. Hipler: Koordinaten


Die "Fickcollection" im Schauspiel Frankfurt stand unter dem Einfluß von persönlich motivierten Drohbriefen aus der SPIEGEL- bzw. taz Köln-Redaktion, die Kurator Christoph Schlingensief schon vor der ersten Ausstellung in Schorndorf "vernichtende Kritiken" angekündigt hatten, "nicht nur weil ich Deine Kunst nicht mag, sondern weil mir Deine Nase nicht paßt, Du redundantes Schwein" (H. Möhlmann, taz Köln). Eine bewußte Lüge auch die Aussage von J. Schmallenberg in SPIEGEL Online vom 16.3.2005, zum Ausstellungsende in der Münchner Muffathalle "sind nicht wenige Besucher längst nach Hause gegangen, der Rest applaudiert brav und müde", die den Tatsachen diametral entgegensteht. Auf Anfrage teilte Herr Schmallenberg der "Fickcollection" mit, daß der Begriff "Medienwirklichkeit halt dehnbar" sei und er "Bekloppte auf der Bühne nicht ausstehen" könne. Auf die Frage, wen er denn in der bis zum Schluß vollbesetzten Muffathalle habe vorzeitig gehen oder müde gesehen habe antwortete der Autor am Telefon: "Das geht Euch einen Scheißdreck an! Ihr macht Eure Kunst, ich mach´ meine... Fakten sind nicht meine Sache, ich mache Stimmung! Ich bin Medienkünstler!"

Durch derartige Abfuhren in Rage gebracht schlug Jonathan Meese vor, beiden Lügenbolden einen "aktionistisch veranlagten Kurzbesuch" abzustatten, um Flüche auszusprechen und beide von ihren Schreibblockaden zu befreien. Horst von Hagens, im Umgang mit scheintoten Menschen ansonsten abgehärtet, sprach sich gegen Meeses Vorschlag aus, weil "diese Aktion zwar gerechtfertigt [wäre], aber nicht als aktionistischer Bestandteil der Fickcollection wahrgenommen [würde]". Kurator Schlingensief schlug allen Beteiligten vor, der Frankfurter Ausstellung eine sachliche Erklärung voranzustellen, die die vorsätzlichen Diffamierungen ins rechte Licht setzen und die Bühnengäste und weggeschriebenen Zuschauer rehabilitieren solle. Im Sinne Meeses forderte Kerstin Grassmann "härtere Maßnahmen", die seien ihr auch nie erspart geblieben. In der abschließenden Kampfabstimmung setzte sich die künstlerische Lösung Schlingensiefs mit hauchdünner Mehrheit durch.

Hier also die Erklärung aus dem Schauspiel Frankfurt, die einen sensationellen Abend einläutete, den eine Stadt und sein Theater so schnell nicht vergessen werden: "Für die Kunst der Gesellschaft!"


"Keine Briefe! Kein politisches Engagement mehr! Nur noch Kunst!" (A.L.)


1) Wir haben und hatten nie etwas gegen Christian Flick. Wohl aber haben wir etwas gegen diejenigen, die auf dem Rücken der Kunst jetzt das Dritte Reich abladen wollen.

2) Flick hat sein Lebenslicht durch das Kunstsammeln gefunden. Er ist daran erblindet; am Sammeln von Bildern, Fotos, Plastiken usw., die er massenweise in Schiffscontainern einschließt und über die er schon lange den Überblick verloren hat. Er hat mit Tumoren zu kämpfen, die sich abgelagert haben und neue Dunkelheit erzeugen. Jeder Schatten ist aber die dunkle Seite der Belichtung. Das macht uns Mut!

3) Den Stachel in meinem Fleisch sucht sich jeder selbst!

4) Den sozialen Kontext unserer Arbeit erklären wir uns immer noch selbst!

5) Wir nehmen jeden an die Hand, der genausowenig weiter weiß wie wir, der auch nicht so tut als hätte er den Durchblick, der aber trotzdem die Bewegung sucht.


Die Elfenbeauftragte und isländische Ministerin für Fremdenverkehr. (A.L.)


6) "Provokation ist Element des Lebens". Hätte man uns nicht provoziert, wären wir nicht hier.

7) ...Ich aber sage euch: Ich bin hier, weil ich mich selber provoziere!

8) Der Fluß geht weiter. Es wird keine Staudämme geben. Der Damm ist gebrochen, keiner kann ihn stoppen. - Außer jeder selbst und nur für sich!

9) Die Hoffnung anderer, aus sachlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Bayreuth und Kurator Christoph Schlingensief hysterisches Kapital zu schlagen, hat keine Aussicht auf Erfolg. Deshalb heute keine Bayreuthbriefe. Sie waren sowieso nur erstunken und erlogen. Sie führen zu keiner Klärung, sie symbolisieren nur die Verletzlichkeit beider Seiten, die ohne einander nicht mehr leben können.

10) Wer Flick angreift, vergeht sich am kollektiven Schuldbewußtsein unserer Gesellschaft. Wir ziehen uns nicht auf die Bühne zurück, um Deutschland zu erlösen. Wir kochen!


Ein sensationeller Abend im Frankfurter Schauspiel (Foto: Aino Laberenz)


11) Konzentrationen auf eine Person unterliegen immer dem Führerprinzip. Das Führerprinzip lehnen wir als Gewaltkörper ab.

12) Die Mitglieder der "Fickcollection" freuen sich über die guten Kritiken im Stuttgarter, Kölner und Münchner Raum zu ihren Ausstellungsbeiträgen. Sie haben bewußt mit persönlichen Diffamierungen agierenden Journalisten ehemals namhafter (Wochen-)Zeitungen die Möglichkeit zur Stellungnahme geboten. Die betreffenden Journalisten kündigten "Hetzkampagnen" an.

13) Presse und Politik liefern die professionelleren Inszenierungen und haben der Wahrheit abgeschworen; sie steht also in vollem Umfang der Bühne zur Verfügung. Wir gegen sie nicht mehr her!

14) Christoph Schlingensief ist froh über die Kritiken, weil er damit einen Großteil seiner Verwandtschaft beruhigen kann.

15) Schlingensief: "Wenn ich Geld hätte, würde ich selber Kunst sammeln. Aber ich bin kein Rockstar. Ich habe Grünen Starr, so wie ich schon lange seltene Krankheiten sammle. Ich kann mir keine Container leisten, ich muß Krankheiten sammeln und sie ausstellen. Auch das verbindet mich mit Christian Flick."


"Vater Huhn": Auch in Frankfurt nagelte Jonathan Meese ein Hühnchen ans Kreuz (Foto: Aino Laberenz)


16) Im Laufe des Abends stellen wir den Animatographen vor. Dieses Projekt existiert wirklich und ist keine fixe Idee. Der Animatograph ist eine begehbare Drehbühneninstallation, die dem Theater und der Kunst entkommen ist. Der Animatograph lebt.

17) Dieses und andere Projekte werden wir heute vorstellen. Die Projekte führen uns nach Island, nach Lüderitz in Namibia usw.

18) Als Produzent des Stückes "Kunst und Gemüse" an der Berliner Volksbühne freut sich Kurator Schlingensief mit Regisseur Hosea Dzingirai, daß "Kunst und Gemüse" zum Theatertreffen 2005 eingeladen worden ist. Das wollen wir hier feiern!

19) Hosea Dzingirai bedauert die Theatertreffen-Absage von Andrea Breth, weil ihr Theater das nächste Theatertreffen aus Altersgründen nicht mehr erleben wird.

20) In der "Fickcollection" gilt der Grundsatz, daß sich keiner in den Vordergrund drängt und jeder den anderen zu Wort kommen läßt.

21) Der Kurator entzieht sich dieser Veranstaltung; das ist die Provokation. Er entzieht sich und betritt die Bühne nur verkleidet.

22) Schlingensief: "Das wird mich in Zukunft mit vielen verbinden, die sich dem Gesellschaftssystem schon jetzt entzogen haben."



Bildeindrücke der Fickcollection; Frankfurt, 16.03.2005




Weiterführende Artikel zur Fickcollection, A. Hipler

- "Pute als Lebenskunst" - Bericht vom Auftakt in der Schorndorfer Manufaktur
- "Colonia Dignidad" - Ein heißer Fickcollection-Abend im Schauspielhaus Köln
- "Verwandlungsszenen" - Die Fickcollection in der Münchner Muffathalle
- "Koordinaten" - Vierter Tagesbericht - zu Gast im Schauspielfrankfurt
- "Bilderstürmer" - Bericht zum fünften Abend der Fickcollection in Hamburg
- "Putenrollbraten aus dem Römertopf" - Schlingensiefs Originalrezept
- Tag 1 Bilderstrecke - Eindrücke des Auftakts in der Schorndorfer Manufaktur
- Tag 2 Bilderstrecke - Der Fickcollection Abends im Kölner Schauspielhaus
- Tag 3 Bilderstrecke - Schlingensief intim zu Gast in der Münchner Muffathalle
- Tag 4 Bilderstrecke - Bildeindrücke des Schlingensief intim Abends in Frankfurt
- Tag 5 Bilderstrecke - Fotos der Fickcollection auf Kampnagel in Hamburg
- Tag 6 Bilderstrecke - Eindrücke des zweiten Hamburger Fickcollection Abends
- Fickcollection Übersicht - Übersicht aller Fickcollection Berichte und Fotos



Fickcollection, A. Hipler - Pressespiegel

- "Sperrt ihn weg, bevor etwas passiert!" - von Cornelia Sollfrank, 22.03.05
- "Darunter steckt immer ein kluger Kopf" - Kritik aus der WELT, 19.03.05
- "Nicht die Nerven verlieren!" - Kritik aus d. Hamburger Morgenpost, 19.03.05
- "42" - Frankfurter Rundschau vom 18.03.05, von Sylvia Staude
- "Auf Plateausohlen" - Kritik aus der Wormser Zeitung, 18.3.05
- "Wenn das Chaos keine Theorie bleibt" - Kritik aus der FAZ vom 17.03.05
- "Von Wolfgang Wagner bis Pute" - Pforzheimer Zeitung vom 17.03.05
- "Augentropfen für den Märtyrer" - Kölner Stadtanzeiger vom 16.03.05
- "Parsifal mit Pute" - Kritik aus SPIEGEL ONLINE vom 16.03.05
- "Die Kunst, das sind wir" - Eine Kritik aus der FAZ vom 18.03.2005
- "Schlingensief live & intim" - Kritik aus Intro.de vom 15.03.2005
- "Kraut, Rüben und Schönberg" - Kritik, Stuttgarter Nachrichten, 15.03.05
- "Schräger Vogel an Tabascosauce" - Kritik, Stuttgarter Zeitung, 15.03.2005
- "Von Wagner bis Pute" - Kritik aus der Wiesbadener Zeitung, 15.03.2005

Weitere Artikel

- Tagesbericht 1
   Pute als Lebenskunst


- Tagesbericht 2
   Colonia Dignidad


- Tagesbericht 3
   Verwandlungsszenen


- Tagesbericht 4
   Koordinaten


- Tagesbericht 5/6
   Bilderstürmer


- Stabliste

- FAZ-Kritik, 18.03.

- Fickcollection Index

- Pute im Römertopf -
   von C. Schlingensief


   Pute im Römertopf


Bilderstrecken

- Bilderstrecke 1
   Schorndorf, 13.03.


- Bilderstrecke 2
   Köln, 14.03.


- Bilderstrecke 3
   München, 15.03.


- Bilderstrecke 4
   Frankfurt, 16.03.


- Bilderstrecke 5
   Hamburg, 17.03.


- Bilderstrecke 6
   Hamburg, 18.03.






Tourtermine

13.03.2005
Schorndorf / Manufaktur

14.03.2005
Köln / Schauspiel

15.03.2005
München / Muffathalle

16.03.2005
Frankfurt / Schauspiel

17.03.2005
Hamburg / Kampnagel

18.03.2005
Hamburg / Kampnagel