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Atta-Kunst
Tunguska – die Kisten sind da (1983/84)


"Ein grossartiges Kinodebut!" ZEIT

"Alfred Edel in seiner besten Rolle!" DIE WELT

"Chaotisch und gemein. " FR

"Grandios" SZ

"SEHENSWERT!" Wolf Donner, TIP 3/1985

"Die ultimative Abrechnung mit dem Avantgardefilm der 60er Jahre!" EPD

"Avantgardeforscher am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ein Pärchen auf der Suche nach Benzin und Alfred Edel, der sie alle fertigmacht." C.S.


INHALT

Einem eigenen und eigenwilligen Filmverständnis verleiht Schlingensief erstmals 1983/84 mit der Trilogie zur Filmkritik Ausdruck. Sie trägt den bezeichnenden Untertitel "Film als Neurose" und besteht neben zwei Kurzfilmen aus Schlingensiefs erstem Langfilm - TUNGUSKA - DIE KISTEN SIND DA (1984). Ein im Vorspann des Films verlesenes Manifest formuliert die Absicht, neue Aspekte von Zeitgeist und Filmsprache zu entdecken und zu erforschen. Es gelte, die Hysterie um einen in die Jahre gekommenen Neuen Deutschen Film aufzudecken und seine aus politischen und ästhetischen Utopien bestehende Maskerade zu erkennen. Schlingensief verspürt den Drang zum Handeln, verspürt "die verbrecherische Lust, einen Film zu machen". Dementsprechend ist seine Trilogie weniger eine Kriegserklärung an die Vertreter eines stringenten Erzählkinos als vielmehr eine Aufforderung zum Befreiungskampf gegen die Vorschriften des filmischen Realismus. Die unmündige Position des ausgelieferten Zuschauers soll bewusst gemacht und zu einem lustvollen und insgesamt aktiveren Umgang mit dem Filmmedium angeregt werden.



DATEN: Tunguska - Die Kisten sind da

BRD 1983/84

Regie, Buch: Christoph Schlingensief. Script: Eckhard Kuchenbecker. Kamera: Dominik(us) Probst. Kamera-Assistenz: Thomas Göttemann. Tricks: Norbert Schliewe, Christoph Schlingensief. Licht: Reinold Specks. Ausstattung: Bertram Strauß. Kostüme: Julia Strauß. Schnitt: Barbara Lamsfuß. Ton: Andreas Wölki. Mischung: Hadeko, Neuss (Herr Bontsch) ,Orgel: Christoph Schlingensief; Trommel: Baba Yoro Diop, Christoph Gerozissis, Mathias Colli; Jugendorchesterleitung: Wolfgang Dehnert. Teambetreuung: Gerhard Fechter

Darsteller: Irene Fischer, Mathias Colli, Anna Fechter, Alfred Edel, Vladimir Konetzny, Norbert Schliewe, Volker Bertzky, Christopher Krieg (= Christoph Schlingensief). Produktion: DEM Film, Oberhausen. Produzent: Christoph Schlingensief. Produktionsleitung: Edgar Cox. Aufnahmeleitung: Ralf Malwitz. Drehzeit: ab November 1983. Drehort: Mülheim.

Länge: 807 m, 71 min. Format: 16mm, Farbe, 1:1.33.

Uraufführung: 25.10.1984, Hof (Filmtage).


3. Teil der "Trilogie zur Filmkritik - Film als Neurose".

Unter Verwendung von Szenen aus: Komposition in Blau / Lichtkonzert Nr. 1, R: Oskar Fischinger, 1934/35 D.

Voraufführung: 28.9.1984, Mülheim (Stadthalle) im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kultur NRW '84".

Nordrheinwestfälischer Produzentenpreis 1985, 1983/84.




 



Weiterführende Texte zu Schlingensiefs Filmen

- Portrait Schlingensief - von Dietrich Kuhlbrodt, erschienen 1989 in EPD-Film
- Christoph Schlingensief - Cinegraph Filmlexikon bis 1989 mit Ergänzungen
- Über die Filme, das Theater und die Talkshow - Georg Seeßlen




Weitere Informationen

- Seeßlen Essay
- Kuhlbrodt Essay
- Cinegraph
- Filmographie


Externe Links

- Filmgalerie 451


Filmgalerie 451
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